Patrick Ebel wird Professor für Computational Interaction am HPI

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Digitale Realität

Potsdam. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) verstärkt seine Forschung im Bereich computational interaction hpi mit einem neuen Fachbereich, der von Prof. Dr. Patrick Ebel geleitet wird. Ziel ist es, computergestützte Nutzermodelle zu entwickeln, die menschliches Verhalten simulieren und so die Mensch-Computer-Interaktion verbessern.

Innovation in Interaktion: computational interaction hpi

Neues Kompetenzzentrum am HPI

Seit März 2026 führt Prof. Dr. Patrick Ebel am HPI den Fachbereich „Computational Interaction“. Der Experte kommt mit umfangreicher Erfahrung aus den Bereichen Datenwissenschaft und Künstliche Intelligenz, die er an den Universitäten Leipzig und Dresden sowie an der Universität Köln erworben hat. Sein Fokus liegt auf der Modellierung des menschlichen Verhaltens im Umgang mit digitalen Systemen, einschließlich der Interaktion mit Fahrzeugen und Smartphones.

Ziele und Methoden der Forschung

Das Team von Prof. Ebel entwickelt Nutzermodelle, die Wahrnehmung, Motorik und Biomechanik des Menschen simulieren. Insbesondere werden erstmals am HPI Modelle der Kognition und Biomechanik kombiniert, um ganzheitliche „simulierte Nutzer:innen“ zu erschaffen. Dies soll helfen, interaktive Systeme schneller und kostengünstiger zu evaluieren und nutzerfreundliche Designs zu verbessern.

„Am HPI wollen wir computergestützte Nutzermodelle einzelner menschlicher Aspekte zu ganzheitlichen ’simulierten Nutzer:innen‘ weiterentwickeln, indem wir die Modelle der Kognition, Wahrnehmung und Biomechanik miteinander integrieren. Ich freue mich darauf, mit den hervorragenden Forschenden und talentierten Studierenden des HPI zusammenzuarbeiten“, sagte Prof. Ebel.

Die Forschungsgruppe nutzt dabei datengetriebene Modelle und Reinforcement-Learning-Ansätze, bei denen Systeme Verhaltensweisen durch Interaktion mit ihrer Umgebung nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum erlernen.

Beispiel:

  • Verbesserung der automatisierten Fahrassistenzsysteme
  • Intelligente und nutzerzentrierte Informationssysteme
  • Effiziente Evaluationsmethoden für interaktive Technologien

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Weiterentwicklung von Mensch-Maschinen-Systemen am HPI

Die Schaffung eines eigenen Fachbereichs für computational interaction hpi am Hasso-Plattner-Institut stärkt den Standort Potsdam im Bereich Digitale Ingenieurswissenschaften. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies unter anderem, dass innovative Technologien künftig besser an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden können. Die Weiterentwicklung der Modelle soll zu sichereren, intuitiveren und effizienteren interaktiven Systemen führen.

Geplante nächste Schritte umfassen intensive Forschung zur Integration verschiedener menschlicher Fähigkeiten in den Modellen und die enge Zusammenarbeit mit Studierenden und weiteren Forschenden am HPI sowie der Universität Potsdam. Erste Anwendungsergebnisse im Bereich automatisiertes Fahren sind zu erwarten.

Weitere Informationen zum Fachbereich und zur Forschung am HPI finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen HPI-Website hpi.de.

Für Hintergrundinformationen zur Reinforcement-Learning-Methode bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung eine umfassende Darstellung auf bmbf.de.

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