Kaum Schutz für obdachlose Frauen – Heilsarmee fordert getrennte Notschlafstellen

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Kassel. Die Zahl obdachloser Frauen ist in Deutschland hoch, doch es gibt zu wenig speziell geschützte Notschlafstellen für diese Gruppe. Die Fokus-Keyphrase obdachlose frauen schutz unterstreicht die Bedeutung geeigneter Unterkünfte mit hygienischen Standards und qualifiziertem Personal.

Schutz für Obdachlose

Obdachlose Frauen benötigen einen geschützten Raum, der ihren spezifischen Bedürfnissen gerecht wird. Sylvia Remmert, Leiterin des Sozialcenters der Heilsarmee in Kassel, weist darauf hin, dass viele Wohnungslosenhilfen vorwiegend für Männer ausgerichtet sind. Frauen haben oft Angst vor Übergriffen in gemischten Unterkünften, zumal das Wachpersonal häufig männlich ist. Eine sichere Umgebung mit eigenem Zimmer, Küche und Garten, wie sie das Kasseler Sozialcenter bietet, trägt zur Stabilisierung bei.

Zahlen und Risiken für Frauen

Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe gab es 2024 rund 765.000 wohnungslose Erwachsene in Deutschland, davon etwa 300.000 Frauen. Viele Frauen sind nicht auffällig wohnungslos, sondern „versteckt obdachlos“ in Heimen oder bei Bekannten. Etwa ein Drittel der obdachlosen Frauen berichtete über sexuelle Übergriffe. Im aktuellen Wohnungslosenbericht der Bundesregierung sind 27 Prozent der Frauen Opfer von Belästigungen oder Gewalt, bei Männern sind es 6 Prozent.

Angebote der Heilsarmee

Die Heilsarmee stellt Frauen in mehreren Städten wie Göttingen, Wiesbaden, Nürnberg und Kassel geschützte Unterkünfte zur Verfügung. Dort können die Frauen in einem geschützten und qualifizierten Umfeld zur Ruhe kommen und ihr Leben neu ordnen. Nach zwei bis drei Jahren schaffen es viele, wieder Stabilität und Selbstvertrauen zu entwickeln. Weitere Informationen zu regionalen Hilfsangeboten finden Interessierte auf regionalupdate.de.

„Frauen brauchen einen geschützten Raum mit einem guten hygienischen Standard und qualifiziertem Personal“, sagte Sylvia Remmert, Einrichtungsleiterin im Sozialcenter der Heilsarmee in Kassel.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung und Perspektiven für die regionale Wohnungslosenhilfe

Das Beispiel Kassel verdeutlicht, wie wichtig geschützte Notschlafstellen für obdachlose Frauen sind. Eine Betreuung in angemessenen Unterkünften kann nicht nur Schutz vor Übergriffen bieten, sondern auch zur langfristigen Stabilisierung beitragen. Für Betroffene bedeutet dies mehr Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben. Weitere geplante Aus- und Neubauten solcher Einrichtungen sowie die Stärkung qualifizierten Personals und geschlechtssensibler Konzepte sind unverzichtbar. Informationen zu Unterstützungsangeboten und reger Austausch mit sozialen Trägern sind für Bürgerinnen und Bürger relevant, um die Versorgung weiter zu verbessern.

Mehr zum Thema soziale Hilfen und Wohnraumsicherung bietet auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter bmsozial.de.

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