Nürnberg. Zum Inklusionsspieltag am 7. März 2026 zeigt der 1. FC Nürnberg die Vereinshymne „Die Legende lebt“ erstmals in Deutscher Gebärdensprache auf den Stadionleinwänden. Der FCN Gebärdensprache Stadion Einsatz soll gehörlosen und schwerhörigen Fans ein barrierefreies Stadionerlebnis ermöglichen.
FCN setzt Zeichen
Der 1. FC Nürnberg geht mit dem neuen Angebot einen wichtigen Schritt für mehr Inklusion im Fußballstadion. „Die Legende lebt“ wird sechs Minuten vor Anpfiff mit eingeblendeter Gebärdensprache gezeigt und begleitet somit künftig jedes Heimspiel. Die Gebärdensprachversion basiert auf der Übersetzung durch Rommy Voigt von Regens Wagner Zell, einer Einrichtung für Menschen mit Hörbehinderung. Die Kombination aus Handzeichen, Mimik und Gestik ermöglicht es Fans mit Hörbeeinträchtigung, den Liedtext zu verstehen und mitzufeiern.
Zusammenarbeit mit Regens Wagner Zell
Regens Wagner Zell brachte wertvolle Expertise in das Projekt ein. Die Mitarbeiterin Rommy Voigt, selbst hörbehindert und verantwortlich für Gebärdenkurse in der Einrichtung, übersetzte die Hymne und stand als Videomodell für die Aufnahmen zur Verfügung. Heike Klier, Gesamtleitung von Regens Wagner Zell, betonte die Bedeutung des Projekts:
„Jetzt verstehen unsere zahlreichen gehörlosen Fans beim Besuch des Stadions endlich den Text und können begeistert mitgebärden“, sagte sie.
Neben dem Video zeigt der FCN am Inklusionstag verschiedenste Aktionen im Umfeld des Max-Morlock-Stadions, um Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und Behinderungen willkommen zu heißen.
Aktionen am Inklusionsspieltag
Der Spieltag am 7. März umfasst mehrere Angebote für Fans und Besucher:
- Ein Soccercourt am Max-Morlock-Platz lädt zum Mitmachen und Zuschauen ein.
- Nachwuchs-Inklusionsteams des FCN und Post SV Nürnberg treten im Spiel gegeneinander an.
- Ein Mitkick-Angebot mit Trainer Anargiros „Giri“ Tsopouridis und Inklusionspartner Lebkuchen-Schmidt steht für Interessierte offen.
- Der Info-Stand „Empty Stands“ klärt über ME/CFS und Long Covid auf, unterstützt von betroffenen Fans.
- Kinder des Fußball-Nachwuchses begleiten MiniCluberer und helfen bei der Rasenpflege.
- Über 300 Vertreter aus Lebenshilfe Nürnberg und Partnerorganisationen sind eingeladen.
Diese Aktivitäten sollen den inklusiven Gedanken des Vereins stärken und das Stadionerlebnis für alle Fans zugänglicher machen.
Inklusion im Fußballstadion weiter stärken
Der FCN setzt mit der Gebärdensprach-Interpretation ein sichtbares Zeichen für Barrierefreiheit im Sport. Die Integration Gebärdensprachlicher Inhalte in die Stadionkommunikation gilt als wichtiger Schritt, um mehr Menschen die Teilhabe am Fußballerlebnis zu ermöglichen. Weitere inklusive Angebote beim Heimspiel unterstreichen das Engagement des Clubs.
Zum Thema Inklusion im Fußball informiert unter anderem der Deutsche Fußball-Bund (DFB) umfassend. Mehr über barrierefreie Angebote beim 1. FC Nürnberg erfahren Interessierte auf der offiziellen Vereinsseite fcn.de.
Die nächsten Heimspiele werden die Gebärdensprach-Interpretation der Hymne regelmäßig präsentieren. Auch die Inklusionsaktivitäten werden kontinuierlich ausgebaut, um den Stadionbesuch für alle Fans so einladend und zugänglich wie möglich zu gestalten. Der 1. FC Nürnberg sieht sich hier in einer Vorreiterrolle und plant weitere Kooperationen mit sozialen Einrichtungen wie Regens Wagner Zell für zukünftige Aktionen.
