Bundestag schafft Möglichkeit zur effizienten Regulierung des Wolfes

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Bonn. Der Bundestag hat beschlossen, den Wolf in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen, um eine effizientere Regulierung der Wolfspopulation zu ermöglichen. Diese Änderung schafft einen bundesweiten rechtlichen Rahmen für ein regional differenziertes Bestandsmanagement und soll vor allem Weidetierhalter besser schützen. Die Fokus-Keyphrase „wolf regulierung bundestag“ steht im Mittelpunkt des neuen Gesetzes.

Effiziente Wolf-Regulierung

Neuer rechtlicher Rahmen für den Wolf

Mit dem Beschluss wechselt der Wolf vom Naturschutzrecht ins Jagdrecht. Das ermöglicht erstmals eine bundeseinheitliche und rechtssichere Regulierung der Wolfspopulation. Ziel ist es, den Umgang mit den steigenden Bestandszahlen zu verbessern und gezielt schadenstiftende Tiere entnehmen zu können.

Diese Regulierung soll vor allem Weidetierhalter entlasten, deren Tiere durch Wolfsrisse bedroht sind. Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht darin eine „gute Entscheidung für die Kulturlandschaft und ein realistisches Wolfsmanagement“.

Forderungen und Umsetzung

Trotz des Fortschritts sind nach Ansicht des DBV wichtige Forderungen nicht umgesetzt worden. So fehlt eine bundesweite Entnahmequote von 40 Prozent des jährlichen Wolfsnachwuchses, die den Ländern als generelle Steuerungsmöglichkeit dienen soll.

„Nach Verabschiedung des Gesetzes im Bundesrat Ende März muss die Problemwolfentnahme unverzüglich zur Anwendung kommen. Bund und Länder müssen dann im gleichen Tempo die untergesetzlichen Regelungen schaffen und die Managementpläne aufstellen“, sagte Stefanie Sabet, Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes.

Der DBV fordert zudem eine zügige Bundesverordnung mit klaren Vorgaben zu Entnahmequoten, Weidegebietskriterien und eine abgesicherte Finanzierung von Herdenschutzmaßnahmen.

Nächste Schritte beim Wolfsmanagement

Der Bundestagsbeschluss bildet die gesetzliche Grundlage für ein nachhaltiges Wolfsmanagement in Deutschland. Ende März 2026 soll der Bundesrat zustimmen, sodass die neuen Regelungen umgehend in Kraft treten können.

Die Verantwortung liegt nun bei Bund und Ländern, die erforderlichen Verordnungen und Managementpläne zu erarbeiten. Auch die Finanzierung von Schutzmaßnahmen für Weidetiere wird dabei eine zentrale Rolle spielen.

Weitere Hintergrundinformationen zum Thema finden Sie bei regionalupdate.de sowie auf den Seiten des Bundesamtes für Naturschutz unter bfn.de.

Wolf regulierung Bundestag: Der Bundestag hat den Weg für eine praktikable und effiziente Regulierung des Wolfes geebnet. Nach der Zustimmung im Bundesrat soll die Umsetzung in den Bundesländern zeitnah erfolgen. Bund und Länder sind aufgefordert, klare Vorgaben zu schaffen und die Finanzierung von Herdenschutzmaßnahmen zu sichern, um die Weidetierhaltung wirksam zu schützen.

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