SOS-Kinderdörfer fordern bessere Gesundheitsversorgung zum Frauentag

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München. Im Jahr 2023 starben weltweit täglich mehr als 700 Frauen während der Schwangerschaft, überwiegend in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Die Müttersterblichkeit globale Gesundheit stellt dadurch insbesondere in vulnerablen Regionen des globalen Südens eine große Herausforderung dar.

Gesundheitsdienste stärken

Die meisten Todesfälle von Schwangeren in ärmeren Ländern sind vermeidbar und stehen in engem Zusammenhang mit der unzureichenden medizinischen Versorgung. Die Defizite betreffen fehlenden Zugang zu qualifiziertem Gesundheitspersonal, notfallmäßige Geburtshilfe sowie die Versorgung von Neugeborenen und postnatale Betreuung. Mannigfaltige Ursachen wie Armut, patriarchale Gesellschaftsstrukturen und instabile Gesundheitssysteme führen dazu, dass viele Schwangere keine geeignete medizinische Betreuung erhalten.

Medizinische Risiken und Versorgungslücken

Eine bedeutende Ursache für Müttersterblichkeit sind Erkrankungen wie Präeklampsie und Eklampsie, die 16 Prozent der Todesfälle ausmachen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben 2023 etwa 42.000 Frauen an diesen Komplikationen. Medikamentöse Behandlung, etwa mit Magnesiumsulfat, kann das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs um mehr als 50 Prozent senken, kommt jedoch in vielen strukturschwachen Regionen nicht ausreichend zum Einsatz.

Soziale Faktoren und Konflikte verschärfen die Lage

Besonders hohe Risiken tragen Minderjährige, da viele Mädchen durch patriarchalische Strukturen keinen Zugang zu Familienplanung und Verhütungsmitteln haben. Weltweit machen Geburten von Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren fast zehn Prozent aller Geburten aus, mit deutlich erhöhtem Gesundheitsrisiko in Ländern Subsahara-Afrikas. Zudem ist die Müttersterblichkeit in Konfliktgebieten mit 55 Prozent wesentlich höher als in anderen Regionen. Der Zugang zu medizinischer Hilfe wird dort durch Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen und eingeschränkte humanitäre Hilfe zusätzlich erschwert.

„Wir müssen die Widerstandsfähigkeit von Gesundheitsdiensten stärken, damit die Mutter-Kind-Gesundheit jederzeit gewährleistet ist“, betont Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Die SOS-Kinderdörfer engagieren sich weltweit für die finanzielle und medizinische Unterstützung von Schwangeren und Neugeborenen. Neben kostenlosen ärztlichen Leistungen in Mutter-Kind-Kliniken bieten mobile Teams Aufklärung und Spezialnahrung an.

Beispiel:

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Müttersterblichkeit globale Gesundheit: Relevanz für die Bevölkerung vor Ort

In Deutschland steht das Thema weniger im Vordergrund, doch die globalen Zusammenhänge sind auch hier von Interesse. Die Reduzierung von Müttersterblichkeit ist ein zentrales Ziel der globalen Gesundheitsförderung und nachhaltigen Entwicklung. Sie zeigt auf, wie medizinische Versorgung und soziale Rahmenbedingungen zusammenwirken und Mobilisierung für bessere Gesundheitssysteme notwendig ist. Initiativen wie die der SOS-Kinderdörfer leisten dazu einen wichtigen Beitrag, auch durch Informationsarbeit und internationale Zusammenarbeit.

Für Bürgerinnen und Bürger bietet dies Anlass, sich über globale Gesundheitsfragen zu informieren und gegebenenfalls mit Spenden oder Engagement Unterstützung zu leisten. Weitere Informationen und Hintergründe zu globalen Gesundheitsthemen sind auf regionalupdate.de sowie bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu finden.

Zukünftige Entwicklungen könnten durch finanzielle Kürzungen seitens Geberländern Herausforderungen für die Versorgung darstellen, weshalb nachhaltige Strategien und verlässliche Unterstützung als nächster Schritt gelten.


Mehr zum Thema Gesundheit und regionale Entwicklungen auf regionalupdate.de
Weltgesundheitsorganisation (WHO) – Müttersterblichkeit

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