Köln. Die Mehrheit hält Angriff Iran für nicht gerechtfertigt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des ARD-DeutschlandTREND, bei der 58 Prozent der Befragten die militärische Aktion der USA und Israels gegen den Iran ablehnen.
Meinung zum Iran-Krieg
Die Umfrage von infratest dimap wurde zwischen dem 2. und 4. März 2026 unter 1.317 wahlberechtigten Deutschen durchgeführt. Dabei gaben 25 Prozent der Befragten an, den Angriff auf den Iran für gerechtfertigt zu halten, während 17 Prozent unsicher waren oder keine Angabe machten. Der Vergleich mit früheren Militäraktionen zeigt, dass die Ablehnung im Fall Iran geringer ausfällt: So hatten 72 Prozent den Angriff auf Venezuela und 80 Prozent den Irak-Krieg 2003 als nicht gerechtfertigt eingestuft.
Gesellschaftliches Sicherheitsgefühl und Sorgen
Aktuell empfinden 77 Prozent der Deutschen die politische Lage international als sehr bedrohlich oder bedrohlich. Die Sorgen sind breit gefächert: 85 Prozent befürchten, dass das Recht des Stärkeren in der Weltpolitik überhandnimmt. 80 Prozent sorgen sich um den internationalen Handel, insbesondere wegen der Auswirkungen des Iran-Krieges. Außerdem äußerten 75 Prozent die Befürchtung, dass sich der Konflikt auf weitere Länder ausweiten könnte, und 71 Prozent zeigen Mitgefühl für die Menschen im Iran. Die Sicherheit in Europa beschäftigt 66 Prozent der Befragten, während 55 Prozent eine mögliche weitere Aggression Russlands in Europa befürchten.
Vertrauensverhältnis zu internationalen Partnern
Die Einschätzung der Vertrauenswürdigkeit von Staaten fällt unterschiedlich aus. Nur 15 Prozent betrachten die USA als verlässlichen Partner Deutschlands, 17 Prozent sehen Israel so. Frankreich und Großbritannien gelten mit 82 beziehungsweise 75 Prozent deutlich mehrheitlich als vertrauenswürdig. Russland schneidet mit 12 Prozent etwas besser ab als zuletzt, bleibt aber gering im Vertrauen der Bevölkerung. Die Ukraine wird von 39 Prozent als vertrauenswürdig eingeschätzt, während 47 Prozent Zweifel äußern.
„Die politische Lage in der Welt wird überwiegend als bedrohlich wahrgenommen“, sagte ein Sprecher des WDR.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Einordnung des Umfrageergebnisses
Für Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, so auch in Köln und Umgebung, zeigen die Ergebnisse, wie stark die außenpolitischen Konflikte das gesellschaftliche Klima beeinflussen. Die große Mehrzahl misst dem Iran-Krieg kritische Bedeutung bei und befürchtet negative Auswirkungen auf Sicherheit und Handel. Politische Entscheidungsträger in Nordrhein-Westfalen und bundesweit sind durch solche Stimmungsbilder gefordert, die öffentliche Debatte aufzugreifen und Verantwortung für Dialog und Stabilität zu übernehmen.
Geplante politische Schritte werden vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen und der Umfrageergebnisse von vielen Akteuren genau beobachtet. Weitere Analysen und Updates zu diesem Thema finden sich auch auf regionalupdate.de sowie bei offiziellen Quellen wie der ARD-Presselounge.
ARD-DeutschlandTREND zur aktuellen internationalen Lage (WDR)
Informationen zum Iran-Konflikt beim Auswärtigen Amt
