Köln. Eine aktuelle handel markenprodukte studie zeigt deutliche Veränderungen im Einkaufsverhalten der Konsumenten für das Jahr 2026. Mehr Menschen bevorzugen Handelsmarken gegenüber Markenprodukten, wobei der Preis eine immer wichtigere Rolle spielt.
Marken oder Handelsmarken?
Die neue handel markenprodukte studie von Simon-Kucher verdeutlicht, dass Markenprodukte für viele Verbraucher an Attraktivität verlieren. 57 Prozent der Befragten halten Markenprodukte für überteuert und ohne spürbaren Vorteil. Zudem empfinden 39 Prozent Marken als „Geldmacherei“. Als Konsequenz setzen 42 Prozent der Deutschen 2026 überwiegend auf Handelsmarken, 14 Prozent sogar fast ausschließlich. Die Verschiebung ist dabei strukturell und nicht nur eine kurzfristige Reaktion auf wirtschaftliche Bedingungen.
Einkommensabhängige Präferenzen
Die Studie zeigt deutliche Unterschiede im Einkaufsverhalten je nach Einkommen. Besonders Geringverdienende greifen vermehrt auf Handelsmarken zurück. Fast ein Viertel (24 Prozent) dieser Gruppe kauft fast ausschließlich Handelsmarken, während dies bei den Besserverdienenden nur für 11 Prozent gilt. Alexander Bilsing, Consumer-Partner bei Simon-Kucher, erläutert dazu:
„Einkaufen wird zur Frage des Einkommens. Weniger Gehalt, weniger Markenartikel. Die Marke wird vom Statussymbol zur Kostenfrage.“
Wandel der Kaufkriterien
Der Preis ist 2026 für 59 Prozent der Konsumenten beim Wocheneinkauf wichtiger als im Vorjahr. Gleichzeitig verliert Nachhaltigkeit als Kaufkriterium an Bedeutung, was laut Anna Greufe, Director bei Simon-Kucher, zeigt, dass in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten der Preis den Vorrang erhält:
„Image, Umweltfreundlichkeit und Fair Trade überzeugen in der Not weniger als der Betrag auf dem Kassenbon.“
Dauerhafte Loyalität zu Handelsmarken
Interessant ist, dass die Bindung an Handelsmarken nicht ausschließlich preisbasiert ist. Über 80 Prozent der Käufer möchten auch dann bei Handelsmarken bleiben, wenn die Preise für Marken- und Handelsprodukte sinken. Die Studie zeigt, dass Handelsmarken häufig denselben Inhalt aus der gleichen Produktion bieten wie Markenartikel.
„Marken kämpfen nicht nur um Marktanteile, sondern um Glaubwürdigkeit. Das Imageproblem sitzt tiefer als eine Preisdiskussion. Wer einmal überwiegend Handelsmarken kauft, kehrt selten zurück“, betont Alexander Bilsing.
- 57 % sehen Markenprodukte als überteuert
- 42 % bevorzugen Handelsmarken beim Wocheneinkauf
- 24 % der Geringverdiener kaufen fast ausschließlich Handelsmarken
- 59 % nennen Preis als wichtigstes Kaufkriterium
Weitere Details zur Studie sind auf Anfrage erhältlich. Einen Überblick zur Studie bietet Simon-Kucher auf der offiziellen Webseite.
Simon-Kucher Shopper-Studie 2026
Informationen zum Einkaufstrend in Deutschland
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Auswirkungen auf Verbraucher in der Region Köln
Die handel markenprodukte studie hat auch für die Verbraucher in und um Köln praktische Relevanz. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten ändern viele Haushalte ihr Einkaufsverhalten zugunsten günstigerer Handelsmarken in Supermärkten vor Ort. Besonders Familien und Menschen mit geringerem Einkommen profitieren von diesen preiswerten Alternativen. Für Einzelhändler in der Region bedeutet dies, dass das Sortiment zunehmend auf Handelsmarken ausgerichtet werden muss, um Kundenerwartungen gerecht zu werden.
Für die Zukunft ist zu erwarten, dass Händler und Hersteller verstärkt auf Innovationen und eine stärkere Kundenbindung setzen, um das Vertrauen in Markenprodukte wiederherzustellen. Verbraucher können ab 2026 mit einer größeren Auswahl an Handelsmarken rechnen, die neben Preisvorteilen auch qualitativ überzeugen sollen.
Weiterführende Informationen zum Thema und aktuellen Trends finden Sie regelmäßig auf regionalupdate.de.
