Expertin Schnier ruft zu mehr mentaler Gesundheit bei Lehrern auf

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Berlin. Die Mentale Gesundheit Lehrer steht zunehmend im Fokus, da psychische Belastungen im Beruf viele Pädagoginnen und Pädagogen stark fordern. Expertin Stefanie Schnier weist auf der didacta in Köln und der Leipziger Buchmesse auf die Bedeutung der mentalen Gesundheit von Lehrkräften hin und bietet in ihrem Buch „Wenn nichts mehr geht“ praktische Strategien gegen Überlastung an.

Stress im Lehrerberuf reduzieren

Hohe Belastungen und ihre Folgen

Lehrerinnen und Lehrer sind vielfach belastet und übernehmen heute neben der Wissensvermittlung auch soziale und administrative Aufgaben. Diese Mehrfachbelastung führt dazu, dass viele täglich unter starkem Druck stehen. Studien zeigen, dass bis zu 74 % der Lehrkräfte weltweit moderate bis schwere Symptome von Stress, Burnout oder Ängsten aufweisen, in Deutschland berichten sogar über 80 % von Zeitdruck, psychosozialen Belastungen und Schlafproblemen.

„Lehrerinnen und Lehrer stehen ständig zwischen den Erwartungen der Schule, der Eltern und der Gesellschaft“, erklärte Stefanie Schnier.

Die zunehmenden Anforderungen durch Digitalisierung, Inklusion und heterogene Klassen verstärken den Arbeitsdruck zusätzlich. Viele Lehrkräfte fühlen sich durch ständige Erreichbarkeit und umfangreiche Aufgaben wie Korrekturen und Verwaltungsaufgaben stark belastet.

Prävention und praktische Ansätze

In ihrem Buch „Wenn nichts mehr geht“ beschreibt Schnier Wege aus der Überlastung, von präventiven Maßnahmen bis zu persönlichen Erfahrungen. Ein wichtiger Aspekt ist für sie die Bewegung, insbesondere Stand-up-Paddleboarding (SUP), das Körper und Geist ins Gleichgewicht bringt. Auf Fachmessen bietet sie Workshops und Lesungen an, um Strategien zur Stressbewältigung zu vermitteln. Zusätzlich gibt es dort ein Gewinnspiel für ein SUP-Board, das symbolisch für Balance und Selbstfürsorge steht.

Zu den Tipps aus dem Buch gehören:

  • regelmäßige Selbstreflexion zur Wahrnehmung des eigenen Zustands
  • Grenzen setzen und lernen, Nein zu sagen
  • Bewegung und Achtsamkeit wie Yoga oder Spaziergänge
  • Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, Coaching oder Supervision
  • bewusste Wahrnehmung und Feier kleiner Erfolge

„Gesunde Lehrkräfte gestalten gesunde Schulen“, betont Schnier.

Diese Maßnahmen sind nicht nur individuell relevant, sondern auch notwendig, um das Bildungssystem angesichts steigender Belastungen langfristig funktionsfähig zu halten.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Mentale Gesundheit von Lehrkräften im regionalen Kontext

Die Herausforderungen, die mit der mentalen Gesundheit Lehrer einhergehen, betreffen auch Bildungseinrichtungen und Lehrende in der Region. Pädagogische Fachkräfte haben durch die gestiegenen Anforderungen oft mit Stress und Erschöpfung zu kämpfen, was sich auf die Unterrichtsqualität und die Schulatmosphäre auswirken kann. Die auf bundesweiten Messen präsentierten Konzepte und Strategien bieten auch Lehrerinnen und Lehrern vor Ort wertvolle Hilfestellungen.

Für Bürgerinnen und Bürger, die Kinder im Schulalter haben, bedeutet das eine zunehmende Aufmerksamkeit auf das Wohlbefinden der Lehrkräfte. Gesunde Pädagoginnen und Pädagogen können besser auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen und nachhaltig den Bildungsauftrag erfüllen.

Zukünftige Entwicklungen umfassen neben der weiteren Verbreitung präventiver Angebote im Schulalltag auch die kontinuierliche Förderung von Austauschformaten und Coachings für Lehrkräfte. Termine wie die didacta oder die Leipziger Buchmesse bieten regelmäßig Plattformen zum Thema mentale Gesundheit im Bildungsbereich.

Mehr Informationen zur Förderung der mentalen Gesundheit im Lehrerberuf finden Sie auch im regionalupdate.de-Ressort Bildung sowie auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

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