Richtfest am 100-MW-Wasserstoff-Elektrolyseur in Shell Park Rheinland

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Wesseling. Im Industriepark Shell Energy and Chemicals Park Rheinland entsteht bis 2027 eine neue wasserstoff produktionsanlage shell, die jährlich bis zu 16.000 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff produzieren soll. Diese Maßnahme ist Teil der Transformationsstrategie, um nachhaltigere Produktionsprozesse am Standort zu etablieren.

Neue Wasserstoffanlage eröffnet

Die geplante wasserstoff produktionsanlage shell im südlichen Werksteil Wesseling umfasst einen 100-Megawatt-Elektrolyseur, der mit erneuerbarer Energie betrieben wird. Die Technologie basiert auf der Polymer-Elektrolyt-Membran (PEM) und ergänzt eine bereits seit 2021 betriebene 10-MW-Pilotanlage namens REFHYNE 1. Zusammen sollen die Anlagen etwa zehn Prozent des jährlichen Wasserstoffbedarfs am Shell-Standort Rheinland abdecken.

Zielsetzung und technologische Details

Mit der Investition verfolgt Shell das Ziel, bis 2050 Netto-Null-CO2-Emissionen zu erreichen und setzt dabei verstärkt auf klimafreundliche Produktionsprozesse sowie Wirtschaftlichkeit. Der Standort Wesseling bietet optimale infrastrukturelle Bedingungen, um den Elektrolyseur in bestehenden Raffineriebetrieb zu integrieren und schrittweise weitere Produkte und Anlagen auf CO2-ärmere Alternativen umzustellen.

Zusammenarbeit und Förderung

Das Projekt REFHYNE 2 wird in einem Konsortium unter Federführung von Shell in Zusammenarbeit mit mehreren Partnerunternehmen realisiert und vom EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 unterstützt. Dieser europäische Kooperationsansatz soll die Entwicklung innovativer Technologien im Bereich grüner Wasserstoff stärken.

„Shell hat sich das Ziel gesetzt, global bis 2050 ein Netto-Null-CO2-Unternehmen zu werden. Die signifikanten Investitionen im Energy and Chemicals Park Rheinland sind ein Beleg dafür, dass wir weiter auf Transformationskurs sind“, sagte Jens Müller-Belau, Energy Transition Manager bei Shell Deutschland.

Nordrhein-Westfalens Staatssekretär Paul Höller hebt die Bedeutung des Vorhabens für die regionale Industrie hervor:

„Mit der Errichtung des Elektrolyseurs setzt Shell hier in Wesseling auf klimagerechte Prozesse und innovative Lösungen. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit in der Chemieindustrie.“

Beide Elektrolyseure arbeiten mit erneuerbaren Energien und ermöglichen so Produkte mit einem niedrigeren CO2-Fußabdruck.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für die Region Rheinland

Die neue wasserstoff produktionsanlage shell trägt wesentlich zur regionalen Wirtschaftsentwicklung und Ökologie bei. Rund 1.400 Mitarbeitende am Shell-Standort, ergänzt um Beschäftigte von Partnerfirmen, profitieren von dieser zukunftsorientierten Investition. Darüber hinaus positioniert sich die Region Köln als Vorreiter in der nachhaltigen chemischen Produktion und Wasserstoffwirtschaft.

Neben der Wasserstoffanlage entwickelt Shell im Rheinland weitere Projekte, wie etwa Deutschlands größte Bio-LNG-Anlage, die seit 2024 in Betrieb ist und jährlich bis zu 100.000 Tonnen CO2-ärmeren Kraftstoff aus nachhaltigen Rohstoffen produziert. Außerdem ist die Abschaltung der Rohöldestillation im südlichen Werksteil Wesseling für 2025 geplant, was weitere Emissionsminderungen ermöglicht.

Für interessierte Bürgerinnen und Bürger bietet die Umsetzung der Wasserstoffanlage Chancen für neue Arbeitsplätze und eine verbesserte Umweltbilanz in der Industrieregion. Weitere Informationen zu nachhaltigen Entwicklungen am Standort sind unter anderem auf regionalupdate.de verfügbar. Ergänzend bietet die offizielle Webseite von Shell Deutschland nähere Einblicke in die Projekte: Shell Deutschland GmbH.


Referenzen:

  • Shell Pressemitteilung vom 5. März 2026
  • Webseite des Shell Energy and Chemicals Park Rheinland
  • Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW

Für weitere Details zu der Entwicklung grüner Wasserstofftechnologien empfiehlt sich ein Blick in den Bericht der Europäischen Kommission über das Horizon 2020 Programm: EU Horizon 2020.

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