Neonazi-Konzerte und das Geschäft mit dem Hass im Rechtsrockland

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Brattendorf. In dem kleinen Ort in Südthüringen finden seit einiger Zeit häufig Neonazi-Konzerte statt. Die Fokus-Keyphrase „Neonazi-Konzerte rechtsrockland Brattendorf“ beschreibt die aktuelle Situation rund um rechtsextreme Veranstaltungen und deren Auswirkungen auf die Gemeinde.

Rechtsextremismus im Fokus

Neonazi-Konzerte im „Rechtsrockland“ Brattendorf

In Brattendorf hat sich in knapp anderthalb Jahren rund um den Gasthof von Tommy Frenck eine Szene etabliert, die bundesweit für Aufmerksamkeit sorgt. Der Betreiber, der als bekennender Neonazi gilt, veranstaltet dreimal wöchentlich Konzerte mit rechtsextremen Bands aus dem In- und Ausland. Die Innenräume des Gasthauses sind mit Symbolen wie der „Schwarzen Sonne“ gestaltet. Auch öffentliche Veranstaltungen wie Kinderweihnachten werden von Rechtsextremen genutzt, um ihre Ideologie zu verbreiten.

Die Behörden zeigten bislang wenig effektiven Widerstand gegen diese Aktivitäten. Dies steht im Gegensatz zur Situation bis Ende der 2010er Jahre, als Gerichtsverfahren und kommunale Eingriffe rechtsextreme Großkonzerte im benachbarten Kloster Veßra zumindest vorübergehend stoppen konnten. Trotz des behördlichen Handelns nehmen rechtsextreme Strukturen und Veranstaltungen in Brattendorf zu.

Politische Entwicklungen und gesellschaftliche Spaltung

Neben den Veranstaltungen ist die Region südthüringen politisch unter dem Einfluss rechtsextremer Kräfte gespalten. Das „Bündnis Zukunft Hildburghausen“ unter dem Geschäftsführer des Gasthofs, Tommy Frenck, erreichte bei den Kommunalwahlen 2024 mit über 30 Prozent der Stimmen ein erhebliches Ergebnis. Zugleich erhielt die als rechtsextrem eingestufte AfD im Landkreis Hildburghausen bei der Landtagswahl 2024 knapp 40 Prozent der Zweitstimmen.

Diese Wahlergebnisse spiegeln eine gesellschaftliche Spaltung wider, die sich auch in Brattendorf zeigt. Während ein Teil der Bevölkerung die rechtsextreme Präsenz duldet oder unterstützt, formiert sich gleichzeitig Widerstand durch engagierte Bürgerinnen und Bürger. Das „Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit Kloster Veßra“ ist eine der wenigen Organisationen, die sich offen gegen die rechte Hegemonie vor Ort stellt.

„Aus einer Handvoll engagierter Bürgerinnen und Bürger ist inzwischen eine verlässliche Anlaufstelle und ein Schutzraum für all jene entstanden, die sich offen gegen eine rechtsextreme Hegemonie in der Region stellen“, heißt es im Film von Johanna Hemkentokrax.

Das Thema wird in einem aktuellen Film des MDR aufgearbeitet, der ab sofort in der ARD Mediathek zur Verfügung steht und am 11. März 2026 um 20.15 Uhr im MDR-Fernsehen ausgestrahlt wird.

Beide Seiten der gesellschaftlichen Entwicklung zeigen deutlich, wie stark Rechtsextremismus in der Region präsent ist.

Entwicklungen im Kampf gegen Rechtsextremismus in Südthüringen

Brattendorf und die umliegende Region sind ein Beispiel dafür, wie neonazistische Strukturen und Veranstaltungen in kleinen Gemeinden Wurzeln schlagen können. Die Ereignisse im Gasthof und die politischen Resultate verdeutlichen das Ausmaß der Herausforderung.

Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies vor allem, sich mit dem Thema Rechtsextremismus auseinanderzusetzen und Möglichkeiten für aktives Engagement kennenzulernen. Organisationen wie das „Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit“ bieten Unterstützung und Informationen. Zugleich sind politische Maßnahmen und eine bessere Kontrolle seitens der Behörden notwendig, um rechtsextreme Aktivitäten zu begrenzen.

Anstehende Termine wie die Ausstrahlung des Films im MDR stellen eine Gelegenheit dar, die Diskussion in der Region weiter zu fördern und die öffentliche Aufmerksamkeit zu erhöhen. Weitere Informationen zu regionalem Engagement gegen Rechtsextremismus sind auf regionalupdate.de verfügbar.


Mehr zum Thema Rechtsextremismus und lokalen Initiativen in Südthüringen finden Sie auf regionalupdate.de. Weiterführende Informationen zu Rechtsextremismus bietet das Bundesamt für Verfassungsschutz.

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