Heidelberg. Der Wettbewerb „arbeitsschutz gewinnt innovation“ der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) ehrte 2025 kreative Ideen zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Drei Unternehmen wurden für ihre praktischen Lösungen ausgezeichnet, die Arbeitsunfälle und gesundheitliche Risiken wirksam reduzieren.
Innovative Arbeitsschutz Ideen
Der Wettbewerb „arbeitsschutz gewinnt innovation“ richtete sich an Unternehmen aus der Rohstoff- und chemischen Industrie in ganz Deutschland. In diesem Jahr hatten sich 60 Firmen beworben, von denen 13 nominiert wurden. Die Gewinner präsentieren neue Produkte und Konzepte, die den Arbeitsalltag sicherer machen.
Preisträger und ihre Lösungen
Den mit 12.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt die Wacker Chemie AG aus Burghausen für ein neuartiges Haltegurtsystem. Dieses System sichert Kleingebinde und Fässer auf Paletten, ersetzt dabei Plastikfolie und erhöht die Stabilität beim Transport. Durch die ergonomische Handhabung werden sowohl Unfallgefahren als auch Materialverschwendung verringert.
Den zweiten Platz belegte die Johnson & Johnson Medical GmbH aus Norderstedt mit einer dauerhaften Kennzeichnung und Absicherung von Schächten auf ihrem Betriebsgelände. Ein integriertes Gitter unter dem Schachtdeckel gewährleistet durch klare Sichtbarkeit der Warnhinweise und als Absturzsicherung zugleich einen erhöhten Schutz vor Unglücken.
Der dritte Preis (3.000 Euro) ging an die RAG Aktiengesellschaft in Essen. Hier wurde ein sicherer Wartungszugang für Brunnenanlagen entwickelt. Die Technik wurde aus den engen Schächten an die Oberfläche verlegt, was die körperliche Belastung der Mitarbeiter deutlich reduziert und die Arbeiten ohne spezielle Schutzausrüstung ermöglicht. Zusätzlich sorgen Abdeckhauben und ein Anfahrschutz für mehr Sicherheit.
„Auch wenn nachher nur drei von Ihnen auf der Bühne stehen werden – gewonnen haben Sie alle. Denn Sie haben aktiv dazu beigetragen, die Gesundheit und Unversehrtheit Ihrer Kolleginnen und Kollegen zu schützen. Damit sind Sie zu Menschenrettern geworden und dafür danken wir Ihnen“, sagte Markus Oberscheven, Hauptgeschäftsführer der BG RCI.
Weitere Nominiert und Wettbewerbshintergrund
Neben den drei Gewinnern erhielten die übrigen zehn nominierten Firmen jeweils eine Nominierungsprämie von 1.000 Euro. Zu den nominierten Unternehmen zählen unter anderem Catalent Germany in Eberbach, Freudenberg Performance Materials in Weinheim und Südzucker in Mannheim, die ebenfalls durch verschiedene Arbeitsschutzprojekte überzeugten.
Der Wettbewerb „Arbeitsschutz GEWINNT!“ wird seit 1997 von der BG RCI ausgerichtet und zählt mit seinen Preisgeldern zu den bedeutendsten Initiativen für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in Deutschland. Er fördert nicht nur technische Innovationen, sondern auch organisatorische und motivationale Maßnahmen.
Weitere Informationen zu den nominierten Projekten sind auf der Webseite der BG RCI unter www.bgrci-arbeitsschutz-gewinnt.de verfügbar.
Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung und Ausblick für die Region
Die Auszeichnung innovativer Arbeitsschutzlösungen durch den Wettbewerb „arbeitsschutz gewinnt innovation“ unterstreicht die zentrale Rolle der Region in der Förderung sicherer Arbeitsbedingungen in der Rohstoff- und chemischen Industrie. Die prämierten Projekte zeigen praxisnahe und umsetzbare Konzepte, die direkt zur Unfallverhütung und Gesundheit der Beschäftigten beitragen.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine Stärkung der Arbeitssicherheit in lokalen Betrieben und damit einhergehend sicherere Arbeitsplätze. Die BG RCI setzt auch zukünftig auf den Wettbewerb als Plattform zur Vernetzung und Weiterentwicklung von Innovationen im Arbeitsschutz. Die nächste Runde des Wettbewerbs wird voraussichtlich im Jahr 2026 stattfinden.
Mehr Details rund um das Thema Arbeitsschutz und weitere regionale Nachrichten finden Sie auf regionalupdate.de.
Externe Informationsquelle
Weitere offizielle Informationen zum Arbeitsschutz in Deutschland bietet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): www.baua.de.
