Handlungsbedarf für verlässlichen KWK-Investitionsrahmen bestätigt

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BDEW-Studie: KWK Investitionsrahmen Deutschland im Kapazitätsmarkt notwendig

Berlin. Die Bundesregierung plant einen Kapazitätsmechanismus zur Versorgungssicherung. Eine Studie des BDEW beschäftigt sich mit der Integration von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) in diesen Mechanismus und bestätigt den Handlungsbedarf für einen verlässlichen KWK Investitionsrahmen Deutschland.

KWK Investitionen sichern

Die Integration von KWK-Anlagen in den geplanten Kapazitätsmarkt erfolgt vor dem Hintergrund der Bedeutung der KWK-Technologie für Deutschlands Energieversorgung. Rund zwei Drittel der steuerbaren Stromerzeugungskapazitäten verfügen über Nutzwärmeauskopplung. KWK-Anlagen leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Versorgungssicherheit.

Bedeutung der KWK für die Energieversorgung

KWK-Anlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme, was ihre Effizienz steigert. Angesichts der Überalterung vieler Anlagen stehen Ersatzinvestitionen an, die langfristige Planungssicherheit erfordern.

„Investoren brauchen einen langfristigen Planungshorizont. Sie müssen jetzt wissen, wie das künftige regulatorische Umfeld von KWK-Anlagen beschaffen ist“, betont Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Ergebnisse der BDEW-Studie

Die Studie zeigt, dass ein technologieoffener Kapazitätsmechanismus grundsätzlich geeignet ist, KWK-Anlagen einzubeziehen. Allerdings kann dieser die Förderungen des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) nicht komplett ersetzen. Die Modellierung legt nahe, dass die Erlöse aus dem Kapazitätsmechanismus unter Berücksichtigung sinkender Strommarkterlöse die gegenwärtigen KWKG-Zahlungen nicht vollständig kompensieren. In Folge ergeben sich teilweise deutlich geringere Gesamterlöse über die Laufzeit der Anlagen.

Anforderungen an den Kapazitätsmarkt

Für die Teilnahme von KWK-Anlagen am Kapazitätsmarkt sind Emissionsgrenzwerte und Emissionsanrechnungen nach ACER-Vorgaben entscheidend. Diese schränken insbesondere gasbetriebene KWK-Anlagen mit hohem Wärmeanteil ein. Zudem sind flexible Sekundärmärkte notwendig, auf denen Kapazitätsverpflichtungen zwischen Marktteilnehmern transferiert werden können. Diese Flexibilität ist wichtig, um Restriktionen im Zusammenhang mit der Wärmeproduktion zu berücksichtigen.

„Nur eine enge Kopplung der KWK-Evaluierung an die operative Einführung des Kapazitätsmarktes schafft Planungssicherheit und vermeidet Überförderungen“, heißt es im Fazit der Studie.

Ausblick: Notwendigkeit zur Verlängerung des KWKG

Die Studie unterstreicht, dass die KWKG-Förderung nicht durch den Kapazitätsmechanismus ersetzt werden kann. Deshalb fordert der BDEW eine zügige Verlängerung des KWKG, um Investoren hocheffizienter KWK-Anlagen sichere Rahmenbedingungen für Ersatz- und Neuinvestitionen zu bieten.

Weitere Details und die vollständige Studie „Integration von KWK in einem möglichen zukünftigen Kapazitätsmechanismus in Deutschland“ sind auf der Website des BDEW verfügbar.

Für vertiefte Informationen zum Thema KWK Investitionsrahmen Deutschland bieten wir auch unseren Artikel zu aktuellen Energiewende-Strategien auf regionalupdate.de.

Mehr zum gesetzlichen Hintergrund und zum Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bereit: BMWK KWK-Informationen.

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