DUH startet Klage gegen TFA-Verschmutzung im Wasser

Anzeige
Kunde Kopfpunk-Topbanner

Berlin. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat eine Klagewelle gegen die unzureichenden Maßnahmenprogramme zum Schutz von Grund- und Oberflächengewässern eingeleitet. Im Fokus steht die TFA Ewigkeitschemikalie Klage, die sich gegen die Belastung mit Trifluoressigsäure (TFA) in sechs großen Flussgebietseinheiten richtet.

Schnelle Maßnahmen jetzt

Die DUH erhebt Vorwürfe gegen mehrere Bundesländer, darunter Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, da diese keine wirksamen Maßnahmen zur Begrenzung der TFA-Belastung in ihren Gewässern ergriffen haben. Konkret geht es um die Flussgebietseinheiten Donau, Elbe, Ems, Rhein, Warnow-Peene und Weser. Bereits 2022 wurde eine Klage gegen Schleswig-Holstein für die Flussgebietseinheit Eider eingereicht. Die DUH kritisiert, dass die geltenden Grenzwerte für Pestizide und deren Abbauprodukte von 0,1 Mikrogramm pro Liter bei TFA im Grundwasser überschritten werden und dies trotz bekannter fortpflanzungsgefährdender Wirkung der Substanz von den Behörden weitgehend ignoriert wird.

Ursachen und Eintragswege von TFA

TFA ist eine langlebige PFAS-Chemikalie, die hauptsächlich aus Pestiziden und fluorierten Kältemitteln (F-Gasen) stammt. Über Industrieemissionen, Kläranlagen und Niederschläge gelangt sie in die Gewässer. Die chemische Verbindung ist extrem stabil und lässt sich mit gängigen Wasseraufbereitungstechniken kaum entfernen. Laut DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch sei die Lage dramatisch:

„Wir haben es mit einer Wasserkrise zu tun: Überall in unseren Gewässern befindet sich gesundheitsschädliches TFA. Die Ewigkeitschemikalie ist extrem langlebig, mobil und sowohl im Grund-, Oberflächen- und Trinkwasser in steigenden Konzentrationen nachweisbar.“

Forderungen der DUH

Die DUH fordert von den Bundesländern verbindliche Maßnahmen, darunter:

  • Strengere Auflagen für Industrie und Kläranlagen hinsichtlich ihrer Emissionen
  • Widerruf bestehender Genehmigungen bei Überschreitungen
  • Verbot von TFA-bildenden Pestiziden in Wasserschutzgebieten
  • Ausweisung neuer Wasserschutzgebiete mit Anwendungseinschränkungen
  • Verpflichtende Substitution von F-Gasen durch natürliche Kältemittel, unterstützt durch Förderprogramme und Vorgaben in der öffentlichen Beschaffung

Diese Maßnahmen sollen in die jeweiligen Programme zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie integriert werden, um weitere Belastungen wirksam zu verhindern.

Beispiel:

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und Ausblick

Die Klagen der DUH haben direkten Einfluss auf den Schutz der Wasserqualität in mehreren deutschen Bundesländern, darunter auch Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine klare Forderung nach sicherem Wasser ohne gesundheitsschädliche Rückstände. Die Entscheidung der obersten Verwaltungsgerichte in den betroffenen Bundesländern wird wegweisend für den Umgang mit langlebigen Chemikalien im Wasser sein. Weitere Informationen zur Wasserqualität und Umweltschutz in der Region sind auf regionalupdate.de zu finden. Offizielle Daten zur Wasserqualität und gesetzliche Rahmenbedingungen bietet das Umweltbundesamt unter www.umweltbundesamt.de.

Damit könnten künftig strengere Regeln und Kontrollen durchgesetzt werden, um die Belastung mit der TFA Ewigkeitschemikalie signifikant zu verringern und das Trinkwasser langfristig zu schützen. Die DUH bleibt mit ihren juristischen Verfahren am Ball, um verbindliche Maßnahmen zur Gewässerreinhaltung durchzusetzen.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel