Düsseldorf. Der ZVA neuer Präsident wurde auf der Mitgliederversammlung in Lübeck gewählt. Kai Jaeger wurde einstimmig zum Präsidenten des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) bestimmt und löst Christian Müller nach dessen langjähriger Tätigkeit ab.
ZVA wählt neu
Die Mitgliederversammlung des ZVA stand unter dem Motto „Gemeinsam gestalten“ und markierte einen Wechsel in der Führung des Berufsverbandes. Kai Jaeger, bisher Vizepräsident, übernimmt das Amt als Präsident und betont die Bedeutung gemeinsamen Handelns für den Erfolg des Berufsstandes. An seiner Seite wirken Armin Ameloh als Vizepräsident und Sylvia Alps als zweite Vizepräsidentin, die als erste Frau dieses Amt im Verband einnimmt.
Führungswechsel im Ehrenamt
Christian Müller, der dem Präsidium des ZVA fast 17 Jahre angehörte und davon drei Jahre als Präsident tätig war, trat zurück und wurde von den Delegierten zum Ehrenpräsidenten ernannt. In seinem Bericht zog er eine positive Bilanz zur Entwicklung des Berufsstandes, insbesondere mit Blick auf die neue Meisterverordnung, die den Beruf stärker als Gesundheitsberuf positioniert.
Ehrungen für besonderes Engagement
Zu Beginn der Tagung ehrte der Verband zwei Persönlichkeiten, die sich über Jahrzehnte für das Augenoptikerhandwerk engagiert haben. Lars Hellberg erhielt das Goldene Ehrenzeichen für seinen Einsatz in der beruflichen Bildung, unter anderem bei Fielmann. Stefan Pape wurde ebenfalls mit dieser Auszeichnung gewürdigt, unter anderem für seine langjährige Tätigkeit als Obermeister der Landesinnung Schleswig-Holstein.
Veränderungen und Herausforderungen im Berufsfeld
Christian Müller hob die aktuellen Herausforderungen des Berufsstandes hervor, wie Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle und den anhaltenden Fachkräftebedarf. Dabei werde es entscheidend sein, neue Technologien zu integrieren, ohne Qualitätsstandards zu beeinträchtigen. Der Verband engagiert sich zudem gesundheitspolitisch, etwa bei der Reform der Hilfsmittelversorgung.
Zukunftsschwerpunkte: Bildung und Öffentlichkeitsarbeit
Der ZVA arbeitet derzeit an einer Modernisierung der Ausbildungsordnung, um den Beruf für Nachwuchskräfte attraktiver zu machen. Außerdem wird die Wahrnehmung der Augenoptik als Gesundheitshandwerk durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und die Imagekampagne „Ihre Innungsoptiker“ gestärkt.
Beide Aspekte zeigen die strategische Ausrichtung des Verbands für die kommenden Jahre.
Weichenstellung für die Zukunft des Augenoptikerhandwerks
Die Wahl des neuen Präsidiums und die Diskussionen auf der Mitgliederversammlung geben wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Berufsstandes in Deutschland. Lokale Betriebe können von der Modernisierung der Ausbildung und der stärkeren öffentlichen Wahrnehmung profitieren. Weitere Informationen zum ZVA und zu den Themen der Branche sind auf regionalupdate.de verfügbar. Offizielle Angaben zur Meisterverordnung erhalten Interessierte beim Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen stellt mit dem neuen Präsidium eine Fortsetzung der strategischen Ausrichtung sicher und unterstützt seine Mitglieder auf dem Weg zu mehr Qualität und Sichtbarkeit als Gesundheitsdienstleister.
