Saarbrücken. Eine aktuelle Studie prognostiziert für das Jahr 2035 einen deutlichen Anstieg von Sehproblemen und Augenerkrankungen in Europa. Die Augengesundheit Europa 2035 steht demnach vor großen Herausforderungen durch Digitalisierung, demografischen Wandel und veränderte Lebensgewohnheiten.
Mehr digitale Belastung: Augengesundheit Europa 2035 in der Prognose
Die WHU – Otto Beisheim School of Management untersuchte in einer Delphi-Studie im Auftrag von URSAPHARM die zukünftige Entwicklung der Augengesundheit in Europa. 57 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Medizin, Industrie und Regulierung bewerteten 14 Zukunftsprojektionen bis 2035. Dabei zeigte sich klar, dass die zunehmende Bildschirmarbeit einen wesentlichen Treiber für Sehprobleme darstellt.
Nach Einschätzung der Fachleute werden etwa 80 Prozent aller Arbeitsplätze eine dauerhafte visuelle Fokussierung auf Bildschirme oder vergleichbare Displays erfordern. Homeoffice, KI-gestützte Prozesse und digitale Arbeitsabläufe verstärken diese Entwicklung weiter. Das sogenannte Computer Vision Syndrome (CVS), das Symptome wie trockene Augen und verschwommenes Sehen umfasst, könnte bis 2035 offiziell in die internationale Krankheitsklassifikation (ICD) aufgenommen werden.
Kurzsichtigkeit bei jüngeren Menschen
Besonders junge Menschen sind von dem Wandel betroffen. Die Prognose geht davon aus, dass mindestens 60 Prozent der unter 30-Jährigen in Europa kurzsichtig sein werden. Ursachen sind unter anderem die erhöhte Nahsichtbelastung und ein Mangel an Tageslicht. Zudem leiden mehr als die Hälfte der Bevölkerung regelmäßig an trockenen Augen. Die Ursachen sind vielfach: erhöhte Bildschirmzeiten, Nutzung von Klimaanlagen sowie Umweltfaktoren wie Luftqualität und der Klimawandel.
Wachstum im Augenheilkundemarkt
Parallel zur steigenden medizinischen Nachfrage wird ein starkes Wachstum des europäischen Augenheilkundemarkts erwartet. Technologien wie Teleophthalmologie, KI-gestützte Screenings oder smarte Kontaktlinsen gelten als Wachstumstreiber. Einschränkungen sind dennoch möglich: Fachkräftemangel, regulatorische Rahmenbedingungen und Kosten könnten die Versorgung begrenzen.
- Rund 80 Prozent der Arbeitsplätze erfordern dauerhafte Bildschirmarbeit.
- Mindestens 60 Prozent der unter 30-jährigen könnten kurzsichtig sein.
- Mehrheit der Bevölkerung leidet an Symptomen trockener Augen.
- Europäischer Augenheilkundemarkt könnte sich bis 2035 verdoppeln.
„Unsere Ergebnisse zeigen klar: Augengesundheit wird in den kommenden Jahren kein Randthema mehr sein, sondern zu einem zentralen Bestandteil der öffentlichen Gesundheitsvorsorge werden“, sagte Prof. Dr. Sascha L. Schmidt von der WHU.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung der Augengesundheit Europa 2035 für die Bevölkerung vor Ort
Regionale Gesundheitseinrichtungen und Arbeitgeber in Europa sollten sich auf die steigenden Anforderungen bei der Augengesundheit einstellen. Die zunehmende digitale Belastung erfordert präventive Maßnahmen und innovative Behandlungsmethoden. Freiwillige Schutzmaßnahmen, etwa der regelmäßige UV-Schutz oder eine bewusste Bildschirmnutzung, werden künftig wichtiger. Obwohl verbindliche politische Regelungen als schwer umsetzbar gelten, wächst das Bewusstsein für die Bedeutung der Augengesundheit.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies konkret, die Augen im Alltag gezielt zu schonen und regelmäßig augenärztliche Untersuchungen wahrzunehmen. Anbieter in der Gesundheitsbranche planen Investitionen in Technologien zur Früherkennung und individualisierten Therapie. Termine und weiterführende Informationen sind unter anderem auf der Webseite von URSAPHARM verfügbar. Zudem bietet regionalupdate.de laufend aktuelle Beiträge zur regionalen Gesundheitsvorsorge, etwa zur Versorgung mit Fachärzten vor Ort.
Weitere Informationen zur Studie finden Sie im ausführlichen Bericht der WHU auf der Webseite von URSAPHARM. Nähere Hinweise zur Prävention digitaler Augenbelastung und weiteren Augenthemen bietet auch die offizielle Informationsplattform Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
- regionalupdate.de – Ihr zuverlässiges Regionalmagazin für Gesundheitsthemen aus Europa und vor Ort
- Informationen der URSAPHARM Arzneimittel GmbH (via news aktuell)
