Hannover. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte hat sich zu Forderungen von Bauernpräsident Joachim Rukwied nach einer Aussetzung der CO2 Besteuerung Landwirtschaft aufgrund steigender Energie- und Düngekosten geäußert. Sie betont die Notwendigkeit, die fossile Abhängigkeit der Landwirtschaft zu verringern, statt die CO2-Besteuerung pauschal abzuschaffen.
Klimaschutz stärkt Landwirtschaft
Bedeutung der CO2 Besteuerung Landwirtschaft für die Zukunft
Die steigenden Kosten für Diesel und Dünger infolge des Iran-Kriegs haben die Debatte um die CO2 Besteuerung Landwirtschaft erneut entfacht. Ministerin Staudte weist darauf hin, dass die Landwirtschaft infolge ihrer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und energieintensiven Betriebsmitteln besonders anfällig für globale Krisen sei. Die pauschale Abschaffung des CO2-Preises würde lediglich Anreize schaffen, weiterhin auf fossile Energieträger zu setzen, was mittel- und langfristig die Krisenanfälligkeit nicht lindert.
Stattdessen müsse die Landwirtschaft unabhängiger von fossilen Rohstoffen werden. Dazu zählt insbesondere die Elektrifizierung von leistungsschwachen Hofnah-Betrieben, die etwa 50 Prozent des Agrardiesels verbrauchen. Die Kombination mit Solaranlagen auf Stalldächern kann hier eine innovative Lösung sein. Ebenso wichtig sei ein Umdenken bei Düngemitteln: Der Fokus müsse auf Kreislaufwirtschaft mit Wirtschaftsdünger statt energieintensiv und häufig aus Russland importierten Mineraldüngern liegen.
Marktprobleme statt Dieselpreis als Kernherausforderung
Ministerin Staudte kritisiert die Forderungen des Bauernpräsidenten als „fossilen Aberglauben“. Sie verweist darauf, dass die eigentlichen Probleme der Landwirtschaft nicht in der CO2 Besteuerung oder dem Dieselpreis liegen, sondern in einer schlechten Marktposition der landwirtschaftlichen Betriebe. Die steigenden Betriebsmittelkosten und die niedrigen Erzeugerpreise passen derzeit nicht zusammen. Die Herausforderung bestehe darin, die Betriebe in die Lage zu versetzen, die gestiegenen Kosten auf dem Markt durchzusetzen, anstatt auf dauerhafte Subventionen zu setzen.
„Wenn steigende Betriebsmittelkosten und niedrige Erzeugerpreise nicht zusammenpassen, liegt das Problem vor allem in der schlechten Marktposition der Landwirtschaft. Es ist ein Markt- und kein Dieselproblem“, sagte Staudte.
Sie plädiert für gezielte Entlastungen bei akuten wirtschaftlichen Schwierigkeiten, lehnt jedoch eine generelle Aussetzung der CO2 Besteuerung Landwirtschaft ab. Stattdessen soll die Zukunftsfähigkeit der Betriebe durch Reduzierung fossiler Abhängigkeiten und verstärkte Nutzung alternativer Antriebe gefördert werden.
Ausblick auf Maßnahmen und Entwicklungen
Das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz setzt auf die Förderung klimafreundlicher Technologien und Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft. Die Elektrifizierung von Hofnah-Bereichen und der Ausbau von Solaranlagen auf landwirtschaftlichen Gebäuden gehören zu den geplanten Maßnahmen. Darüber hinaus wird an Strategien gearbeitet, um die Marktposition der Landwirte durch nachhaltige und wirtschaftliche Lösungen zu stärken.
Interessierte können weitere Informationen auf der offiziellen Webseite des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz einsehen https://www.ml.niedersachsen.de/presse/pressemitteilungen/statement-von-landwirtschaftsministerin-miriam-staudte-249387.html. Ergänzend bietet regionalupdate.de aktuelle Einblicke zur Energiewende in der Landwirtschaft an.

