Kreis Steinfurt. Die Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt für das Jahr 2025 zeigt einen leichten Rückgang der Gesamtunfallzahlen um etwa drei Prozent auf 12.360 registrierte Verkehrsunfälle. Trotz dieser positiven Entwicklung stieg die Zahl der Schwerverletzten um rund fünf Prozent.
Unfallzahlen im Blick: Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt
Entwicklung der Unfallzahlen 2025
Die Kreispolizeibehörde Steinfurt registrierte im Jahr 2025 insgesamt 12.360 Verkehrsunfälle, was einem Rückgang von rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt ereigneten sich elf Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang. Besonders betroffen waren Pedelec-Fahrer: Fünf von ihnen starben bei Unfällen, davon vier Senioren über 64 Jahre. Die Zahl der Schwerverletzten stieg um etwa fünf Prozent, während die Leichtverletzten um 16 Prozent zunahmen.
Hauptunfallursachen und Sicherheitshinweise
Die fünf Hauptunfallursachen im Kreis Steinfurt mit schwersten Personenschäden sind Vorfahrt-/Vorrangsverstöße, nicht angepasste Geschwindigkeit, Ablenkung, eingeschränkte Verkehrstüchtigkeit (besonders Alkoholkonsum) sowie Fehler beim Abbiegen und Wenden. Landrat Dr. Martin Sommer betont die Bedeutung dieser Ursachen, während Lisa Kreuzheck, Leiterin der Direktion Verkehr, besonders vor Risiken durch erhöhte Geschwindigkeit warnt.
„Rasen bleibt eine Hauptunfallursache – daher: Tempo runter, Risiko runter! Wer rast, riskiert im schlimmsten Fall ein Menschenleben“, sagte Lisa Kreuzheck.
Weitere Entwicklungen betreffen die zunehmende Nutzung von Pedelecs und E-Scootern. Die Anzahl der verletzten E-Scooter-Fahrer stieg um 70 Prozent auf 25 Personen. Gleichzeitig verzeichnet der Kreis Steinfurt einen Anstieg der Unfälle mit Motorradfahrern, vor allem durch nicht angepasste Geschwindigkeit.
- Insgesamt 100 verletzte Motorradfahrer im Jahr 2025
- 43 der 109 Motorradunfälle waren Alleinunfälle
- Rund 23 Prozent der Unfälle im Kreis haben Wildbeteiligung, hier ist keine Zunahme zu verzeichnen
Initiativen und Präventionsmaßnahmen
Die Kreispolizeibehörde setzt auf gezielte Kontrollen, insbesondere auf beliebten Motorradstrecken und im gesamten Kreisgebiet zur Geschwindigkeitsüberwachung. Die Zusammenarbeit im Arbeitskreis Wildunfallprävention trägt dazu bei, dass die Zahl der Wildunfälle stabil bleibt. Prävention beginnt früh; der Kreis Steinfurt konnte 2025 erfreulicherweise keinen tödlichen Verkehrsunfall unter Kindern und Jugendlichen verzeichnen.
„Statistiken zählen Ereignisse. Wir sehen Schicksale!“, sagte Landrat Dr. Martin Sommer zu den aktuellen Zahlen.
Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt finden Interessierte detailliert auf der offiziellen Webseite der Kreispolizeibehörde Steinfurt hier. Zusätzliche Informationen zum Thema Verkehrssicherheit gibt es auf regionalupdate.de.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung der Verkehrsunfallbilanz für Bürgerinnen und Bürger im Kreis Steinfurt
Die aktuelle Verkehrsunfallbilanz unterstreicht die kontinuierlichen Herausforderungen im Straßenverkehr des Kreises Steinfurt. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass verantwortungsbewusstes und rücksichtvolles Verkehrsverhalten wichtiger denn je ist. Die deutliche Zunahme von Unfällen mit Pedelec- und E-Scooter-Fahrern zeigt den Handlungsbedarf im Bereich der Elektrokleinstfahrzeuge besonders. Die Polizei kündigt weitere Maßnahmen zur Verkehrssicherheitsarbeit an, darunter verstärkte Kontrollen und präventive Bildungsangebote in Schulen und Kindergärten.
Ziel ist es, die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten langfristig weiter zu senken und das Sicherheitsgefühl aller Verkehrsteilnehmer nachhaltig zu erhöhen. Damit sollen nicht nur die Unfallschäden minimiert, sondern auch persönliche Schicksale vermieden werden.
Für weitere Details und Anfragen zur Verkehrsunfallbilanz steht Andreas Glünz, Leiter Führungsstelle Verkehr, telefonisch zur Verfügung unter 02551/15-6001.
