Neurochirurg Prof. Dr. Tschan hält Antrittsvorlesung in Meppen

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Meppen. Prof. Tschan Meppen beeindruckte bei seiner Antrittsvorlesung im Theater Meppen mit Einblicken in seinen Werdegang und innovative neurochirurgische Behandlungsmethoden. Der Chefarzt des Ludmillenstiftes erhielt kürzlich die außerplanmäßige Professur der Universität des Saarlandes.

Neuigkeiten aus Meppen: Prof Tschan Meppen und seine Forschungen zur Neurochirurgie

Prof. Dr. med. Christoph Tschan kehrte als gebürtiger Meppener nach Stationen in Hannover, Mainz und Homburg an der Saar zurück in seine Heimatstadt. Seit 2014 leitet er die Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie im Ludmillenstift Meppen, die er zu einer der größten Fachkliniken in Niedersachsen ausbaute.

Die Abteilung des Wirbelsäulenzentrums wurde 2023 auf höchste Versorgungsstufe für komplexe Eingriffe zertifiziert. Prof. Tschan verbindet in seiner Arbeit neueste Technik mit schonenden Operationsverfahren, um z. B. die Wirbelsäulenversteifung zu vermeiden.

Behandlung der Wasserkopferkrankung mit innovativen Methoden

Die sogenannte Hydrozephalus-Erkrankung, unter der in Deutschland rund 60.000 Menschen leiden, stand im Fokus. Dabei staut sich Gehirnflüssigkeit, was ohne Behandlung Beschwerden verursacht. Durch den Einsatz spezieller Ventile ist eine Überwachung und Behandlung möglich.

Prof. Tschan ist der erste Mediziner weltweit, der telemetrische Hirndrucksensoren verwendet, die eine Fernüberwachung der Patienten über das Internet ermöglichen. Dieses Hirndruckmonitoring eröffnet neue Perspektiven in der Patientenversorgung.

Wissenschaftliche Anerkennung und persönliche Einblicke

Im November 2024 verlieh die Universität des Saarlandes Prof. Tschan die außerplanmäßige Professur – die höchste wissenschaftliche Auszeichnung, die in Deutschland eigenständig erreicht werden kann. Bei seiner Antrittsvorlesung würdigte er die Unterstützung seiner Familie und seines Teams.

„Ohne das Engagement meiner Angehörigen und die Arbeit meines Teams wäre all das nicht möglich“, sagte Prof. Tschan.

Er verdeutlichte, dass Spitzenmedizin auch in ländlichen Regionen wie Meppen möglich ist, und teilte diesen Erfolg mit seinem heimischen Publikum bei der VHS-Reihe „MEPPEN WILL(S) WISSEN“.

Ausblick auf weitere Entwicklungen in Meppen

Prof. Tschan plant, seine Forschung zur schonenden Neurochirurgie und innovativen Techniken weiterzuführen. Die Klinik am Ludmillenstift soll als Zentrum für maximalversorgende Wirbelsäulenchirurgie weiter wachsen. Veranstaltungen wie die VHS-Reihe tragen zur regionalen Wissensvermittlung bei.

Weitere Informationen zur Neurochirurgie im Ludmillenstift und zur VHS Meppen sind auf den offiziellen Seiten verfügbar.

Mehr zum Thema Neurochirurgie in der Region finden Sie auf regionalupdate.de.

Detaillierte Informationen zur Wasserkopferkrankung bietet das Deutsche Ärzteblatt.


Volkshochschule Meppen
Ludmillenstift Meppen

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