Baden-Baden. Der Fernsehfilm Nichte des Polizisten erhält den renommierten Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion. Der Polizeithriller von SWR und NDR zeigt eine junge Polizistin, die Rechtsextremismus innerhalb der Polizei thematisiert.
Grimme-Preis gewonnen: Auszeichnung für Nichte des Polizisten
Der Film Nichte des Polizisten wurde beim 62. Grimme-Preis als Preisträger im Wettbewerb Fiktion geehrt. Regisseur Dustin Loose, die Autoren Rolf Basedow, Nicole Armbruster und Gabriela Sperl, Hauptdarstellerin Magdalena Laubisch sowie Kameramann Clemens Baumeister wurden für ihre Arbeit ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 24. April in Marl statt.
Inhalt und Thema des Films
Die Geschichte handelt von Rebecca Henselmann, einer jungen Polizistin, die in einer Spezialeinheit in Baden-Württemberg arbeitet. Sie wird bei verdeckten Einsätzen mit Drogen- und Waffenhandel sowie mit rechtsextremen Strömungen in der Polizei konfrontiert. Dabei gerät sie in ein Geflecht aus organisierter Kriminalität und extrem rechten Netzwerken, die bis in die eigene Einheit reichen.
Hintergrund und Relevanz
Der Film ist teilweise angelehnt an den Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter im Jahr 2007 in Heilbronn. Die Jury hebt in ihrer Begründung hervor, dass der Film eine dringliche Auseinandersetzung mit institutionellen Problemen und bedrohlichen Machtstrukturen in staatlichen Sicherheitsorganen bietet.
„Filme wie dieser lassen uns hinsehen“, heißt es in der Jurybegründung, die betont, wie der Film zeigt, dass rechte Tendenzen in staatlichen Institutionen die Sicherheit gefährden können.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Schlussbetrachtung: Bedeutung und Verfügbarkeit
Der Sieg beim Grimme-Preis unterstreicht die Relevanz von Nichte des Polizisten als gesellschaftlich und politisch bedeutsames Werk. Für Baden-Württemberg und darüber hinaus ist der Film ein Impuls zur kritischen Reflexion über Rechtsextremismus in Sicherheitsbehörden. Bürgerinnen und Bürger können den Film noch bis zum 2. Oktober 2026 in der ARD Mediathek ansehen. Weitere Informationen, einschließlich kostenfreiem Bildmaterial, bietet der SWR unter swr.li/grimme-preis-nichte-des-polizisten.
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Weiterführende Informationen zum Grimme-Preis sind verfügbar bei der Grimme-Institut Webseite.
