Gesetz zur natürlichen Infrastruktur stärkt Flächenagenturen

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Datteln. Die Landschaftsagentur Plus GmbH fordert angesichts der geplanten gesetzlichen Änderungen nach der Ankündigung von Bundesumweltminister Carsten Schneider eine klare Definition der „professionellen Dritten“ bei Kompensationsmaßnahmen in Infrastrukturprojekten. Die kennen Flächenagenturen Umwelt und setzen sich für deren Einbindung als qualifizierte Partner bei der Flächensicherung und dem Naturschutz ein.

Flächenagenturen stärken Naturschutz

Rolle der Flächenagenturen im Kompensationsprozess

Flächenagenturen wie die Landschaftsagentur Plus übernehmen wichtige Aufgaben bei der Umsetzung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Naturschutz. Sie identifizieren geeignete Flächen, entwickeln fachlich fundierte Maßnahmen und bündeln Bedarfe verschiedener Vorhabenträger. Zudem sichern sie die langfristige Pflege und Entwicklung der Flächen oft in Zusammenarbeit mit Stiftungen und institutionellen Trägern.

Forderung nach klarer gesetzlicher Regelung

Nicole Büsing, Geschäftsführerin der Landschaftsagentur Plus und Vorstandsmitglied im Bundesverband der Flächenagenturen in Deutschland (BFAD e.V.), betont die Notwendigkeit einer eindeutigen Definition des Begriffs „professionelle Dritte“.

„Der Begriff ,professionelle Dritte‘ darf im Gesetz nicht abstrakt bleiben. In der Praxis geht es um fachlich qualifizierte Flächenagenturen, die Kompensationsbedarfe bündeln, geeignete Flächen sichern und Maßnahmen über Flächenpools und Ökokonten naturschutzfachlich vorbereiten und langfristig entwickeln können.“, sagte Büsing.

Sie weist darauf hin, dass viele Flächenagenturen über jahrelange Erfahrung und verlässliche Strukturen verfügen, die eine erfolgreiche Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen gewährleisten.

Organisatorische Vorteile der Flächenagenturen

Durch ihre bereits etablierten Strukturen und Kooperationen mit Stiftungen können Flächenagenturen die Flächen nicht nur vermitteln, sondern auch dauerhaft betreuen. Dies ist entscheidend, da Naturschutzmaßnahmen über Jahrzehnte hinweg wirken müssen. Die Landschaftsagentur Plus fordert, dass das geplante Gesetz auf diese bestehenden Strukturen aufsetzt, um Bürokratie zu vermeiden und die Umsetzung zu beschleunigen.

Politische Aufwertung natürlicher Infrastruktur

Die geplante gesetzliche Regelung zielt darauf ab, Lebensgrundlagen wie Böden, Wälder, Moore und Gewässer stärker in Planungsverfahren zu berücksichtigen. Die Landschaftsagentur Plus begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich und ruft dazu auf, den Begriff „professionelle Dritte“ so zu konkretisieren, dass fachlich qualifizierte Flächenagenturen direkt einbezogen werden.

Diese Einbindung kann die natürliche Infrastruktur stärken und zugleich eine effektive, rechtssichere Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen ermöglichen.

Beispielhafte Aufgaben der Flächenagenturen:

  • Identifikation und Sicherung geeigneter Flächen
  • Entwicklung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
  • Verwaltung von Flächenpools und Ökokonten
  • Langfristige Pflege und Monitoring der Flächen

Weitere Informationen zur Landschaftsagentur Plus sind auf regionalupdate.de verfügbar. Hintergrunddaten zum Naturschutz und Infrastrukturmaßnahmen finden interessierte Leser bei Bundesumweltministerium.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für die Region und Ausblick

Die Landschaftsagentur Plus mit Sitz in Datteln und Niederlassungen in Friedrichsthal sowie Oberursel ist ein regional wichtiger Akteur, der Vorhabenträger bei der Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen unterstützt. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass Infrastrukturprojekte mit höherer fachlicher Qualität im Naturschutz begleitet werden und damit die regionale Umwelt besser geschützt wird.

Das weitere Gesetzgebungsverfahren wird voraussichtlich konkrete Rahmenbedingungen schaffen, wie Flächenagenturen eingebunden werden. Ziel ist es, den Prozess der Flächenkompensation effizienter und sicherer zu gestalten, um so auch regionale Naturräume langfristig zu erhalten.

Interessierte können sich direkt an die Landschaftsagentur Plus wenden, die weitere Informationen und Unterstützung anbietet.

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