Nachhaltige Fischerei und Aquakultur reduzieren CO2e

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Hamburg. Die Klimabilanz nachhaltige Fischerei gewinnt an Bedeutung, da die Ernährung zunehmend als Faktor für den Klimaschutz wahrgenommen wird. Insbesondere im Vergleich zu anderen tierischen Lebensmitteln schneiden Fischprodukte meist klimafreundlicher ab.

Fisch und Klima

Treibhausgase in der Lebensmittelproduktion

Die Lebensmittelproduktion ist für mehr als ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Dabei entstehen neben CO2 auch Methan und Lachgas, deren Klimaeffekt deutlich stärker ist. Um die tatsächliche Klimawirkung zu erfassen, werden alle Emissionen in CO2-Äquivalenten (CO2e) zusammengefasst. Dies ist wichtig, um die Auswirkungen verschiedener Lebensmittel fair zu vergleichen. Bei tierischen Produkten führt beispielsweise Methan aus der Rinderverdauung zu hohen CO2e-Werten, während Fisch vor allem durch den Energieverbrauch bei Fang oder Zucht beeinflusst wird.

Unterschiede zwischen Fisch und Fleisch

Rindfleisch erzeugt etwa das Neunfache an Treibhausgasen im Vergleich zu einer vergleichbaren Fischportion. Schweine- und Geflügelfleisch liegen zwischen beiden Werten. Bei Wildfang hängt die Klimabilanz von Fischen stark von Faktoren wie dem Energieeinsatz für den Fang ab. Arten, die näher an der Wasseroberfläche leben, wie Alaska-Seelachs, sind meist klimafreundlicher zu fangen. In der Aquakultur macht das Fischfutter den Großteil der Emissionen aus – bis zu 90 Prozent. Die Qualität und Herkunft des Futters beeinflussen somit die ökologische Bilanz maßgeblich.

„Wer Emissionen reduzieren möchte, kann beispielsweise häufiger zu Lebensmitteln mit günstigen CO2e-Profilen greifen“, sagte Oliver Spring, Nachhaltigkeitsmanager bei Nomad Foods.

  • Effiziente Fangmethoden und moderne Technik senken den Energieverbrauch.
  • Zertifikate wie das MSC- und ASC-Siegel kennzeichnen nachhaltige Fischerei und Aquakultur.
  • Muscheln fallen durch den Verzicht auf Futter mit besonders niedrigen CO2e-Werten auf.

Weitere Informationen zur nachhaltigen Fischerei und Tipps für Verbraucher finden Sie beim Fisch-Informationszentrum e.V. (fischinfo.de).

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Nachhaltigkeit in der Ernährung in Hamburg und Umgebung

Für Verbraucher in Hamburg bietet die Berücksichtigung der klimabilanz nachhaltige fischerei praktische Ansätze für klimafreundlichen Konsum. Fisch ist nicht nur eine wichtige Proteinquelle, sondern liefert zudem wertvolle Nährstoffe wie Vitamin B12, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren. Wer auf Fisch aus nachhaltiger Wildfang- oder Aquakultur achtet, kann einen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen leisten. Die Kombination aus ökologischen und ernährungsphysiologischen Vorteilen macht Fisch zu einem attraktiven Bestandteil ausgewogener Speisepläne.

Zudem unterstützt die Region den Ausbau nachhaltiger Fischproduktionsmethoden, um die Versorgung mit klimafreundlichem Fisch zu erhöhen. Verbraucher können durch den Kauf von Produkten mit MSC- oder ASC-Siegel diese Entwicklungen fördern. Für weiterführende klimabezogene Ernährungstipps lohnt sich ein Blick in die Beiträge auf regionalupdate.de. Offizielle Daten und Empfehlungen zur Klimafreundlichkeit von Lebensmitteln bietet auch das Umweltbundesamt (uba.de).

So spielt die klimabilanz nachhaltige fischerei eine wachsende Rolle in der regionalen Ernährungspolitik und dem bewussten Konsum.

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