Neue Daten zeigen regionale Unterschiede beim Laden von E-Autos in Deutschland

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Essen. Die regionale Ladeinfrastruktur Deutschland verzeichnet deutliche Zuwächse, vor allem im Bereich der Schnellladepunkte. Laut dem aktuellen Lademarkt-Report II.2025 von elvah nehmen die Ladevorgänge für Elektroautos zu, zeigen allerdings große regionale Unterschiede bei Ausbau und Nutzung.

Ladeinfrastruktur im Vergleich

Starkes Wachstum bei Schnellladepunkten

Die Zahl der Schnellladepunkte (HPC) steigt deutschlandweit schnell an. Bayern verzeichnet eine Zunahme der aktiven HPC-Ladepunkte um 19,7 Prozent innerhalb von sechs Monaten. Baden-Württemberg baut seine Infrastruktur ebenfalls aus und meldet ein Plus von 15,7 Prozent bei Schnellladepunkten. Besonders dynamisch ist der Ausbau in Ostdeutschland: Mecklenburg-Vorpommern meldet ein Wachstum von 27 Prozent, Sachsen-Anhalt 24 Prozent bei HPC-Ladepunkten.

Unterschiede in Nutzung und Verteilung

Nordrhein-Westfalen weist die meisten Ladevorgänge auf, rund 7,14 Millionen im zweiten Halbjahr 2025, mit 0,40 Ladevorgängen pro Einwohner etwas über dem Bundesdurchschnitt. Hamburg liegt mit 0,67 Ladevorgängen pro Einwohner an der Spitze der Nutzung in Deutschland. Die hohe Nutzung wird unter anderem durch die Elektrifizierung von Taxi- und Carsharing-Flotten sowie regulatorische Maßnahmen, wie das seit 2025 geltende Verbot neuer Taxis mit Verbrennungsmotor, begünstigt.

Weitere regionale Daten

  • Bayern: 6,8 Millionen Ladevorgänge, 0,51 Ladevorgänge pro Kopf
  • Baden-Württemberg: 5,6 Millionen Ladevorgänge, 0,49 pro Kopf
  • Berlin: Bundesdurchschnitt bei Nutzung, stark zunehmender Schnellladeausbau (+28,7%)

„Ausbau allein reicht nicht mehr. Entscheidend werden Auslastung, Standortqualität und Betreiber-Effizienz“, sagte Ceren Ahiska, Chief Product Officer bei elvah.

Wettbewerb und Marktstruktur

Im Schnellladesegment bleibt EnBW führend in 14 von 16 Bundesländern. Lokale Anbieter führen in Hamburg und Thüringen. Aral Pulse und Ionity halten stabile Positionen. Im Bereich der Wechselstromladung (AC) spielen lokale Versorger wie die Berliner Stadtwerke oder die Stadtwerke Düsseldorf eine wichtige Rolle.

  • EnBW ist Schnelllade-Marktführer in den meisten Bundesländern
  • Lokale Anbieter dominieren in Hamburg und Thüringen (Schnellladen)
  • Fragmentierter AC-Markt mit starken regionalen Akteuren

Wie sich die regionale Ladeinfrastruktur in Deutschland zukünftig entwickelt und welche Bedeutung das für die Elektromobilität hat, wird zunehmend von der Nutzung und Auslastung der Ladepunkte abhängen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung der regionalen Ladeinfrastruktur für Bürger und Wirtschaft

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist in Deutschland ungleich verteilt, dennoch wächst die Verfügbarkeit an öffentlichen Ladepunkten kontinuierlich. Für Elektromobilität-Nutzerinnen und -Nutzer bedeutet dies eine bessere Versorgung, insbesondere in starken Regionen wie Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Baden-Württemberg. Insbesondere die Steigerung der Schnellladekapazitäten erleichtert längere Fahrten und fördert die Akzeptanz von E-Fahrzeugen.

Für Kommunen und Unternehmen sind datenbasierte Analysen bei Planung und Betrieb der Ladeinfrastruktur künftig wichtiger. Die Qualität der Ladepunkte und die Auslastung gewinnen an Bedeutung, um die Investitionen effizient zu nutzen. Der vollständige Lademarkt-Report II.2025 von elvah ist online abrufbar und bietet detaillierte Einblicke in regionale Entwicklungen elvah Report II.2025.

Weitere Informationen zur Elektromobilität und Infrastruktur erhalten Sie auch beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Mehr zur allgemeinen Entwicklung der Elektromobilität und regionalen Infrastruktur erfahren Sie auf regionalupdate.de.

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