Baden-Baden. Die Autorin Siri Hustvedt veröffentlicht mit „Ghost Stories“ beeindruckende Memoiren, in denen sie den Geist ihres 2024 verstorbenen Ehemanns Paul Auster einfängt. Das Gespräch zu ihren Siri Hustvedt Memoiren Ghoststories ist ab sofort in ARD Sounds verfügbar.
Hustvedt über Paul
Erinnerung und Dialog in „Ghost Stories“
Siri Hustvedt beschreibt in ihren Memoiren die letzten Momente und die Beziehung zu ihrem verstorbenen Ehemann Paul Auster, einem der bedeutendsten Autoren der heutigen USA. Kurz vor seinem Tod bat Auster sie, das Schreiben fortzusetzen und versprach, als Geist zurückzukehren. Dieses Versprechen bildet den emotionalen Kern des Buches, das als Fortsetzung des Dialogs zwischen den beiden verstanden wird.
„Schreib weiter, arbeite weiter, lass dich nicht von meinem Tod aufhalten, okay?“, sagte Paul Auster in der letzten Nacht.
Die Memoiren enthalten neben essayistischen Reflexionen auch persönliche Dokumente wie Liebesbriefe, Tagebuchauszüge und Briefe, die Auster an seinen Enkelsohn schrieb. Diese Texte macht Hustvedt sichtbar, um Trauer als universelle Erfahrung darzustellen und nicht nur als literarisches Denkmal.
Philosophische Dimensionen und gesellschaftlicher Kontext
Hustvedt führt in ihren Memoiren zudem aus, was sie „Philosophie des Dazwischen“ nennt – das gemeinsame Entstehen einer dritten Dimension im Dialog zweier Menschen. Damit möchte sie nicht nur Paul Austers persönliche Präsenz bewahren, sondern auch die Dynamik ihrer langjährigen Partnerschaft illustrieren.
Darüber hinaus thematisiert Hustvedt gesellschaftliche Herausforderungen, darunter die Bedrohung der Demokratie und die politische Verschiebung nach rechts. Sie hebt die Bedeutung beständiger Beziehungen hervor und fordert mehr Fokus auf das Positive in der Gesellschaft.
Mehr zum Thema und der Autorin finden Sie im Interview bei SWR Kultur sowie in der Audiofassung auf ARD Sounds.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Lokale Bedeutung und Ausblick
Siri Hustvedts Memoiren „Ghost Stories“ bieten nicht nur literarischen Wert, sondern spiegeln universelle Themen wie Trauer, Erinnerung und zwischenmenschlichen Dialog wider, die auch in unserer Region viele Menschen berühren. Die Veröffentlichung ergänzt das kulturelle Angebot von Südwestdeutschland und regt zur Auseinandersetzung mit den Themen Verlust und Zusammenhalt an.
Für interessierte Bürgerinnen und Bürger ist das Gespräch mit Siri Hustvedt auf ARD Sounds unmittelbar zugänglich und bietet einen tiefen Einblick in ihr Werk und ihre persönliche Geschichte. Kulturelle Veranstaltungen und Lesungen zum Buch sind derzeit nicht angekündigt, können aber zukünftig stattfinden.
Weitere Artikel und Informationen zur regionalen Kulturszene finden Sie auf regionalupdate.de.
Offizielle Details zur Autorin und ihrem Werk liefert der SWR.
