WDR-Rundfunkrat startet Dreistufentest zum MausRadio

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Köln. Der WDR Dreistufentest MausRadio wurde vom Rundfunkrat des WDR eingeleitet. Ziel des Verfahrens ist die Prüfung, ob das Audioangebot MausRadio ab 2027 ausschließlich als Webstream verbreitet werden kann.

WDR startet Test

Der Rundfunkrat des WDR hat ein festgelegtes Genehmigungsverfahren, den sogenannten Dreistufentest, begonnen. Dieses ist notwendig, wenn ein rein internetbasiertes lineares Audioangebot im öffentlich-rechtlichen Programm aufgenommen werden soll. Im Fall des MausRadio bedeutet dies, dass das Angebot, das sich an Grundschulkinder richtet, ab 2027 nicht mehr über DAB+, sondern nur noch als Webstream verfügbar sein wird.

Ablauf des Dreistufentests

Das drei Stufen umfassende Verfahren prüft zunächst, ob das Angebot den gesellschaftlichen Bedürfnissen entspricht. Anschließend wird bewertet, inwieweit das MausRadio mit seiner Qualität einen Beitrag zum publizistischen Wettbewerb leistet. Abschließend erfolgt die Prüfung des damit verbundenen finanziellen Aufwands.

Für die Wettbewerbsanalyse wird der Rundfunkrat ein wissenschaftliches Marktgutachten beauftragen. Zudem sind externe Stellungnahmen von Verbänden, Privatpersonen oder anderen Interessierten bis zum 30. April 2026 möglich. Eingaben können per E-Mail an dreistufentest@wdr.de oder per Post an WDR-Rundfunkrat, Appellhofplatz 1, 50667 Köln, gesendet werden.

„Mit dem Dreistufentest für das MausRadio kommt der Rundfunkrat einer gesetzlichen Verpflichtung nach, die ihm bei der Weiterentwicklung öffentlich-rechtlicher Online-Inhalte eine besondere Rolle gibt. Entsprechend sorgfältig wird der Rundfunkrat prüfen. Im Fokus steht, Transparenz herzustellen und abzusichern, dass das Kinderangebot auch weiterhin dem öffentlich-rechtlichen Auftrag entspricht und seine Zielgruppe auf dem geeignetsten Weg und mit der notwendigen Qualität erreicht“, sagte Rolf Zurbrüggen, Vorsitzender des WDR-Rundfunkrats.

Grundlage für diesen Schritt ist das vom Rundfunkrat genehmigte Telemedienkonzept des WDR. Änderungen daran, wie die Umstellung des MausRadio, bedürfen der Zustimmung des Gremiums. Das entsprechende Telemedienänderungskonzept wurde auf der Website des WDR-Rundfunkrats veröffentlicht.

Weitere Details zum Dreistufentest finden Interessierte auf der offiziellen Website des WDR-Rundfunkrats. Nähere Informationen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind auf der Seite der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) verfügbar.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für Köln und die Zielgruppe

Für das Bundesland Nordrhein-Westfalen, insbesondere für Köln als Sitz des WDR, bedeutet die Umstellung des MausRadio eine Anpassung des Kinderangebots an die digitale Entwicklung. Durch die ausschließliche Verbreitung als Webstream soll das Angebot flexibler nutzbar werden.

Für Eltern und Kinder im Sendegebiet eröffnet dies neue Zugangswege zum Bildungs- und Unterhaltungsprogramm. Gleichzeitig bringt das Verfahren eine hohe Transparenz und Öffentlichkeit in die Entscheidungsprozesse des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Bis zum Ablauf der Beteiligungsfrist im April 2026 können Bürgerinnen und Bürger aktiv Stellung nehmen und so Einfluss auf die Medienentwicklung in ihrer Region nehmen. Die Entscheidung des Rundfunkrats wird Auswirkungen auf die künftige digitale Ausrichtung des WDR und möglicher weiterer Online-Angebote haben.

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