Warnstreik im Nahverkehr und Bombenentschärfung in Münster

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Münster. In Münster sorgt der Warnstreik Nahverkehr Münster heute für einen nahezu vollständigen Ausfall von Bussen und Straßenbahnen bei den Stadtwerken. Gleichzeitig wird eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe im Industrieweg entschärft, wodurch Evakuierungen und Sperrungen in der Umgebung notwendig sind.

Warnstreik und Bombe

Warnstreik im Nahverkehr

Der ganztägige Warnstreik bei den Stadtwerken Münster betrifft alle Schichten und führt dazu, dass kaum Busse oder Straßenbahnen im Stadtgebiet verkehren. Die regionalen Zugverbindungen und S-Bahnen bleiben hiervon unberührt und fahren regulär. Die Arbeitsniederlegung ist Teil der Tarifrunde für insgesamt 30.000 Verkehrsmitarbeiter in Nordrhein-Westfalen. Zu den zentralen Forderungen der Beschäftigten zählen eine 37-Stunden-Woche, längere Pausen und höhere Zuschläge.

Folgen für Fahrgäste und Alternativen

Ähnliche Warnstreiks fanden zeitgleich auch in Bielefeld und Gütersloh statt. Für betroffene Pendler und Fahrgäste in Münster werden alternative Reiseoptionen empfohlen, darunter Carsharing-Angebote und die Nutzung von Regionalzügen der Deutschen Bahn. Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass der Streik ausschließlich die städtischen Bus- und Straßenbahnlinien betrifft.

Entschärfung der Weltkriegsbombe im Industrieweg

Bei Bauarbeiten in der Straße Industrieweg, im Bereich zwischen zwei Bahnbrücken, wurde eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Da das Fundament der Bombe während der Arbeiten bewegt wurde, war eine sofortige Entschärfung notwendig.

„Zur Sicherheit wurden rund 150 Anwohner und Betriebe in einem Umkreis von 100 Metern evakuiert“, teilte die Polizei mit.

Die Bundesstraße B51 ist inzwischen teilweise wieder frei, während die Bahnstrecke zwischen Münster Hauptbahnhof und dem Ruhrgebiet gesperrt bleibt. Für die Betroffenen wurde eine Betreuungsstelle im Höfflingerweg 1 eingerichtet. Parallel zur Entschärfung findet ein Sirenentest statt.

Weitere lokale Entwicklungen

Neben den aktuellen Ereignissen im Verkehrsbereich und der Bombenentschärfung verhandelt das Oberverwaltungsgericht Münster noch in diesem Jahr den Grundsteuerstreit für Nordrhein-Westfalen. Im Gesundheitsbereich meldet die Stadt keine neuen Corona-Neuinfektionen zum Stichtag 13. März. Die CDU im Rat fordert hingegen die Streichung von 350 Stellen in der Stadtverwaltung zur Haushaltssanierung. Positiv verzeichnet Münster einen Anstieg bei den E-Auto-Zulassungen um 1.000 Fahrzeuge im vergangenen Jahr. Ein Fördertopf für 39 innovative Projekte wurde ebenfalls eröffnet.

Für weitere Informationen zum Warnstreik und der Bombenentschärfung in Münster besuchen Sie regionalupdate.de oder die offizielle Seite der Stadt Münster unter muenster.de.

Ausblick und weitere Termine

Die Stadtwerke Münster und die Einsatzkräfte rechnen mit einem regulären Betrieb im Nahverkehr nach Beendigung des Warnstreiks. Die Entschärfung der Bombe soll zeitnah abgeschlossen werden, wobei örtliche Sperrungen und Evakuierungen schrittweise aufgehoben werden. Die Stadtverwaltung wird zudem über die weitere Entwicklung bei den geplanten Stellenstreichungen und Sanierungsmaßnahmen informieren. Beobachter erwarten zudem zeitnahe Entscheidungen im Grundsteuerstreit durch das Oberverwaltungsgericht Münster.

Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln werden gebeten, aktuelle Hinweise zu beachten und Fahrplanänderungen einzukalkulieren. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Stadtwerke Münster und bei der Deutschen Bahn.

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