Coesfeld. Die bombenentschärfung Schützenring Coesfeld ist erfolgreich abgeschlossen. Nach der Entschärfung einer Weltkriegsbombe am Schützenring konnten die Evakuierungsmaßnahmen beendet und die Anwohner zurückkehren.
Dank und Erleichterung: Bombenentschärfung Schützenring Coesfeld
Die Entschärfung der Bombe am Schützenring in Coesfeld erfolgte gestern gegen 13.20 Uhr. Der 250-Meter-Radius wurde zuvor ab 11 Uhr gesperrt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Nach der erfolgreichen Entschärfung hob die Stadt die Sperrungen auf, der Verkehr nahm sofort wieder seinen regulären Lauf.
Umfangreiche Zusammenarbeit und Beteiligte
An dem Einsatz waren insgesamt 162 Hilfs- und Rettungskräfte beteiligt, darunter zusätzlich 30 Kräfte der Christophorus Kliniken. Dort wurden in der Mensa 34 Personen betreut. Die Koordination übernahm ein Einsatzstab mit Vertretern von Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und Stadtverwaltung unter Leitung von Birthe Glaesmann. Das Deutsche Rote Kreuz sorgte für Betreuung und Verpflegung, die Feuerwehr und Polizei unterstützten Evakuierung und Straßensperrungen. Speziell erwähnt wurden die Fachkräfte des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Arnsberg und der Firma Kampfmittelbeseitigung Tauber.
„Wir konnten dank der langen Vorlaufzeit gut vorbereitet in diesen Einsatz gehen und sind erleichtert, dass die Evakuierung und die Entschärfung reibungslos gelaufen sind“, sagte Ordnungsdezernent Christoph Thies. „Jede Bombenentschärfung bleibt ein Wagnis, das nur dank des umsichtigen Einsatzes der Fachleute und aller, die unterstützen, gut gelingen kann.“

Informationen für Anwohner und Ablauf
Die Bewohner wurden bereits mehr als zwei Wochen vor der Evakuierung persönlich und schriftlich informiert. Während der Sperrungen nutzten nur wenige Anwohner den bereitgestellten Shuttlebus zur Betreuungsstelle am Heriburg Gymnasium. Die Stadt Coesfeld hatte zudem einen neuen WhatsApp-Kanal eingerichtet, den knapp 900 Personen abonnierten, um aktuelle Informationen zur Bombenentschärfung zu erhalten. Ein ausführlicher Newsticker war unter www.coesfeld.de/warnmeldung verfügbar.
Wie geht es weiter am Schützenring?
Nach der Entschärfung wurde der Blindgänger sofort von der Bezirksregierung Arnsberg abtransportiert. Die Fundstelle bleibt vorerst mit Bauzäunen abgesperrt. Die Splitterschutz-Container werden heute abgebaut, ebenso wird die etwa vier Meter tiefe Erdgrube verfüllt.
Vor der Wiederherstellung von Gehwegen und Straßenoberflächen müssen die während des Einsatzes gekappten Versorgungsleitungen repariert werden. Die Versorgungsdienstleister übernehmen diese Arbeiten in den kommenden Wochen. Der Straßenabschnitt bleibt gesperrt, Grundstücke bleiben allerdings erreichbar. Für den Schulbusbetrieb wurde eine Ersatzbushaltestelle am Katthagen eingerichtet, von der aus die Lambertischule zugänglich bleibt.
Ausblick auf die kommenden Schritte
Die Stadt Coesfeld bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten sowie den evakuierten Einwohnern und Geschäftsleuten für ihre Geduld und Kooperation während der Maßnahme. Die nächsten Tage stehen im Zeichen der Sicherungsarbeiten und der Wiederherstellung der Infrastruktur. Weitere Informationen kommuniziert die Stadtverwaltung über ihre offizielle Webseite und lokale Kanäle.
Weitere Hintergrundinformationen finden Sie auf regionalupdate.de sowie beim Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg.
