Mainz. Bei der 98. Oscar-Verleihung am 15. März 2026 in Los Angeles gehörten zwei ZDF/ARTE-Koproduktionen zu den Preisträgern. Die Produktionen „Sentimental Value“ und „Ein Nobody gegen Putin“ wurden mit dem begehrten Academy Award ausgezeichnet. Die Auszeichnung unterstreicht den Erfolg der Zusammenarbeit von ZDF und ARTE im internationalen Filmgeschäft. ZDF ARTE Oscar Gewinner prägten die diesjährige Verleihung.
Zwei Oscars gewonnen: ZDF ARTE Oscar Gewinner feiern Erfolge bei der Verleihung
Bei der diesjährigen 98. Oscar-Verleihung erzielten die Produktionen „Sentimental Value“ und „Ein Nobody gegen Putin“ bedeutende Auszeichnungen. „Sentimental Value“ wurde als „Bester internationaler Film“ ausgezeichnet. Das Drama entstand in einer Koproduktion zwischen fünf europäischen Ländern, unter anderem auch Deutschland mit ZDF/ARTE. Regie führte Joachim Trier, der das Drehbuch zusammen mit Eskil Vogt verfasste. Der Film behandelt die komplexen Beziehungen einer Familie nach dem Tod der Mutter.
Inhalt und Produktion von „Sentimental Value“
Der Film zeigt, wie Nora und ihre Schwester nach dem Tod der Mutter das Elternhaus auflösen. Der Vater Gustav kehrt zurück, um mit seiner Tochter an einem persönlichen Filmprojekt zu arbeiten, doch Nora ist zurückhaltend. Das Drama spielt in einem emotionalen und gesellschaftlich relevanten Kontext, der internationale Anerkennung erhielt. Die Produzenten kommen aus Norwegen, Frankreich und Deutschland. Die Redaktion lag bei Holger Stern (ZDF/ARTE) und weiteren Koproduktionsteams.
„Ein Nobody gegen Putin“ wurde als „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet. Die Produktion bietet einen Blick in das heutige Russland und die staatliche Propaganda. Der Lehrer Pawel Talankin organisiert patriotische Veranstaltungen in seiner Heimatstadt Karabasch und zeigt dabei persönliche Zweifel am politischen Geschehen. Die Dokumentation ist eine Koproduktion von DR, BBC und ZDF/ARTE und wurde von Helle Faber produziert.
Inhalt und Relevanz von „Ein Nobody gegen Putin“
Der Dokumentarfilm gibt einen Einblick in die russische Gesellschaft und erklärt, wie eine Generation indoktriniert wird. Die persönliche Perspektive des Lehrers Talankin spiegelt die widersprüchliche Lage wider. Die Redaktion führte Susanne Mertens (ZDF/ARTE Aktuelles). Die preisgekrönte Dokumentation sticht durch ihre Mischung aus humorvollen und ernsten Aspekten hervor.
„Zwei Produktionen aus der ZDF-Familie erhalten einen Oscar, die renommierteste Auszeichnung der internationalen Filmbranche. Dies ist ein eindrucksvoller Beleg für die erfolgreiche Zusammenarbeit von ZDF und ARTE mit unseren europäischen Koproduktionspartnern und zeigt, welche Qualität das europäische Kino durch starke Kooperationen entfalten kann“, sagte ZDF-Programmdirektorin Dr. Nadine Bilke.
Beide Filme zeigen zentrale gesellschaftliche Themen und verdeutlichen die Bedeutung gemeinsamer europäischer Filmproduktionen.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung der ZDF ARTE Oscar Gewinner für die Region Mainz und die Medienlandschaft
Mainz als Sitz des ZDF profitiert von der internationalen Ausstrahlung der Oscar-prämierten Produktionen. Die Erfolge von „Sentimental Value“ und „Ein Nobody gegen Putin“ stärken den Ruf des ZDF und von ARTE als wichtige Akteure im europäischen Kulturbereich. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine größere Vielfalt anspruchsvoller Filme im Programm. Zukünftig ist mit weiteren Kooperationen und hochwertigen Produktionen zu rechnen.
Für den Medienschwerpunkt Mainz stellt die Auszeichnung auch eine Anerkennung der regionalen Filmförderung und der beteiligten Produzentinnen und Produzenten dar. Die Dokumentation „Ein Nobody gegen Putin“ ist bereits auf dem ZDF-Streaming-Portal verfügbar und kann dort angesehen werden.
Weitere Informationen zu den Produktionen und das umfangreiche Angebot an europäischen Filmen finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Webseite des ZDF unter zdf.de.
