Innovation und Pflegeplanung für bessere Gesundheitsversorgung

Anzeige
Digitale Realität

Berlin. Der Parlamentarische Abend von Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) und Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen (NDGR) stellte am 17. März 2026 im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin die regionale gesundheitsversorgung pflege in den Mittelpunkt. Experten aus Politik und Medizin betonten die Bedeutung von Innovationen und Prävention zur Verbesserung der lokalen Gesundheitsversorgung.

Regionale Pflege stärken

Die Veranstaltung widmete sich unter dem Motto „Große Fragen – lokale Antworten?! Innovative Versorgungslösungen suchen den Weg in die Breite“ den Chancen, die Prävention, Rehabilitation und eine patientenorientierte Vernetzung eröffnen. Prof. Dr. Josef Hilbert, Vorstandsvorsitzender des NDGR, hob hervor, dass Deutschland zwar ein starker Gesundheitsforschungsstandort sei, es aber darauf ankomme, Innovationen schneller in der Fläche umzusetzen. Dr. Alexia Zurkuhlen vom KDA ergänzte, dass diese Potenziale vor allem durch regionale Netzwerke effektiv genutzt werden können.

Impulse aus der medizinischen Praxis

Im „MedTalk“ berichteten Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen wie Alzheimerforschung, Onkologie und Adipositasbehandlung über den Stand der Wissenschaft und die Bedeutung regionaler Versorgungskonzepte. Dabei wurde insbesondere eine angemessene Vergütung für die Kommunikation und Vernetzung innerhalb der Versorgungslinien als förderlich hervorgehoben.

Politische Empfehlungen für die Praxis

In der anschließenden politischen Diskussion plädierten Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Bündnis 90/Grüne), Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD) und Emmi Zeulner (CSU) für eine gesetzliche Verankerung regionaler Verantwortungsgemeinschaften und eine kommunale Pflegeplanung. Zudem forderten Kappert-Gonther und Lauterbach die Einführung einer Zuckersteuer im Rahmen eines umfassenden Präventionspakets sowie die Ausweitung der U-9-Vorsorgeuntersuchung.

Konkrete Gestaltungsvorschläge

Das KDA und NDGR präsentierten drei Vorschläge zur Nutzung regionaler Potenziale in der Primärversorgung:

  • Öffnung positiver Selektivverträge für Versicherte aller Krankenkassen in der Region
  • Übergang positiv evaluierter Innovationsfondsprojekte in die Regelversorgung
  • Vergabe regionaler Versorgungsaufträge an Gesundheitsakteure über Regionalbudgets

„Entscheidend für die Effizienz innovativer Maßnahmen ist, dass Prävention, Versorgung und Pflege patientenorientiert vernetzt erfolgen. Um die Kraft der Regionen hier zur Wirkung zu bringen, braucht es kommunale Gestaltungskraft“, fasste Prof. Dr. Hilbert zusammen.

Dr. Zurkuhlen ergänzte: „Erfolgreiche Zukunftsversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger entsteht dort, wo Akteure regional vernetzt, sektorenübergreifend und patientenorientiert zusammenarbeiten – gestärkt durch klare gesetzliche Regelungen.“

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für die regionale Gesundheitsversorgung

Für Bürgerinnen und Bürger in Deutschland bedeutet die Stärkung der regionalen gesundheitsversorgung pflege einen klaren Fokus auf wohnortnahe, vernetzte und innovative Angebote in der Gesundheitsversorgung und Pflege. Die kommunale Pflegeplanung schafft planerische Transparenz und ermöglicht eine bedarfsgerechte Ausgestaltung der Versorgungsstrukturen. Die geplanten gesetzlichen Rahmenbedingungen und Steuerungsmechanismen zielen darauf ab, Prävention und Versorgung effektiver zu gestalten und so die Lebensqualität zu verbessern.

In den kommenden Jahren sind weitere politische Entscheidungen zu erwarten, etwa zur Einführung der Zuckersteuer und zur Ausweitung der Vorsorgeuntersuchungen. Die Diskussion verdeutlicht, wie wichtig die Nutzung regionaler Gestaltungskraft ist, um gesundheitspolitische Herausforderungen praktisch umzusetzen.

Weiterführende Informationen zur regionalen Gesundheitsversorgung finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf den offiziellen Seiten des Kuratorium Deutsche Altershilfe.


Quellen

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel