VHS Meppen fördert politische Teilhabe von Müttern

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Meppen. Die Volkshochschule Meppen lud am 14. März 2026 zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Mütter in die Politik: Mitreden, Mitgestalten, Mitmachen!“ ein. Ziel war es, auf die geringe politische Teilhabe von Müttern und Menschen mit Care-Verantwortung aufmerksam zu machen und Perspektiven für mehr Vielfalt in der Politik zu diskutieren. Die Fokus-Keyphrase „Mütter Politik Meppen“ steht im Mittelpunkt dieses Treffens.

Nähe in Politik schaffen: Mütter Politik Meppen

Ungleichheiten in der politischen Mitwirkung

In Meppen ist die politische Beteiligung von Müttern, Menschen mit Care-Verantwortung und mit Migrationsgeschichte weiterhin unterrepräsentiert. Die VHS-Veranstaltung griff dieses Ungleichgewicht auf und bot eine Plattform für Austausch und Vernetzung. Marlies Kohne, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Emsland, betonte zu Beginn die Relevanz vielfältiger Perspektiven bei politischen Entscheidungen.

Sarah Zöllner, freie Journalistin und Autorin des Buchs „Mütter in die Politik“, erläuterte in einer Lesung die Barrieren, die Mütter vom politischen Engagement abhalten. Anschließend diskutierten auf dem Podium Filiz Polat (MdB), Andrea Kötter (MdL), Tanja Landgraf (Ratsmitglied Freren) und Tanja Büter (Teilnehmerin eines Mentoring-Programms) persönliche Erfahrungen und strukturelle Hindernisse.

Mit Alltagsnähe Politik gestalten

Die Teilnehmenden der Diskussion waren sich einig, dass eine gleichberechtigte Zusammenarbeit mit Männern wichtig ist, um mehrere Sichtweisen in politische Diskurse einzubringen. Es wurde betont, dass es in politischen Gremien oft an praktischen Erfahrungen fehlt, um beispielsweise Richtlinien für Themen wie den sicheren Ausbau von Kinderspielplätzen realistisch umzusetzen.

Das Ziel ist, politische Strukturen so zu verändern, dass sie unterschiedliche Lebensrealitäten widerspiegeln und mehr Menschen mit Alltagskompetenz in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Die Veranstaltung auf dem Kossehof zeigte, dass in Meppen der Wille zu mehr Teilhabe und Veränderung vorhanden ist.

„Politische Teilhabe wird erst dann gelingen, wenn die Strukturen so gestaltet sind, dass sie unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigen“, erklärte Marlies Kohne.

Mehr Informationen zur VHS Meppen finden Sie auf vhs-meppen.de. Allgemeine Hinweise zum Thema politische Mitbestimmung und Gleichstellung bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: bmfsfj.de.

Weitere Entwicklungen und Ausblick

Das Projekt „My Turn“ der VHS Meppen plant weitere Aktionen, um das Thema politische Teilhabe aktiv voranzutreiben. Geplant sind weitere Veranstaltungen und Mentoring-Programme, die insbesondere Mütter und Menschen mit Care-Verantwortung unterstützen sollen, sich dauerhaft in der Politik zu engagieren.

Die VHS Meppen und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Emsland setzen damit ein Zeichen für mehr Vielfalt und Alltagsnähe in der Politik der Region. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bei der VHS Meppen informieren und an zukünftigen Events teilnehmen. Weitere Details und Termine werden regelmäßig auf regionalupdate.de veröffentlicht.

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