CSU-Fraktion diskutiert besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen auf Social Media

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München. Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag fordert verstärkte Maßnahmen zum Schutz Kinder Jugendliche vor den Risiken digitaler Medien wie Cybermobbing und gefährlichen Inhalten. Experten warnen vor den wachsenden psychischen Folgen und betonen die Notwendigkeit verlässlicher Altersprüfungen auf Online-Plattformen.

Jugendschutz jetzt stärken

Die Debatte um den Schutz Kinder Jugendliche konzentriert sich aktuell nicht auf ein Verbot bestimmter Inhalte, sondern darauf, wie die Gesundheit junger Menschen konsequenter geschützt werden kann. Klaus Holetschek, Fraktionsvorsitzender der CSU, unterstrich, dass die Plattformbetreiber ihrer Verantwortung nicht gerecht werden und dadurch der Jugendschutz unzureichend bleibt. Ein offenes Internet soll weiterhin gewährleistet sein, doch gleichzeitig müssen klare Regeln für Eltern und Anbieter geschaffen werden.

Verantwortung der Plattformbetreiber

Dr. Stefan Ebner, digitalpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion, betonte die bereits vorhandenen Instrumente zur Umsetzung des Jugendschutzes. Dazu zählen unter anderem die Durchsetzung von Altersgrenzen, die Einrichtung von Kinderaccounts als Standard sowie die Abschaltung des unendlichen Scrollens, wie es durch den Digital Services Act (DSA) vorgesehen ist. Darüber hinaus fordert er mehr Transparenz bei den Algorithmen und eine klare Identifizierbarkeit der Nutzer.

„Die Werkzeuge liegen auf dem Tisch … Leider handeln die Konzerne bislang nicht, auch weil es ihr Geschäftsmodell berührt. Deshalb sage ich klar: Wird Verantwortung verweigert, muss der Gesetzgeber reagieren.“, sagte Dr. Stefan Ebner.

Psychische Gesundheit als zentrales Anliegen

Prof. Dr. Marcel Romanos vom Universitätsklinikum Würzburg weist auf die psychische Krise bei Kindern und Jugendlichen hin, die durch soziale Medien verstärkt werde. Besonders problematisch sei die Zunahme eines suchtartigen Nutzungsverhaltens, das inzwischen etwa 350.000 Kinder betrifft. Zudem berichten laut Romanos 25 Prozent der Kinder von Cybergrooming, und es bestehe ein Zusammenhang zwischen den Algorithmen der Plattformen und Essstörungen oder selbstverletzendem Verhalten.

  • Rund 350.000 Kinder zeigen suchtartiges Nutzungsverhalten
  • Jedes vierte Kind berichtet von Cybergrooming
  • Algorithmen können Essstörungen und selbstverletzendes Verhalten fördern

Beispiel:

„Die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland steckt in einer Krise … Wir haben die Chance, entscheidend für eine Besserung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und den digitalen Kinderschutz einzutreten.“, sagte Prof. Dr. Marcel Romanos.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Perspektiven auf den digitalen Jugendschutz

Für den Freistaat Bayern ist das Thema von großer Bedeutung, da insbesondere Kinder und Jugendliche in Ballungszentren wie München häufig digitale Medien nutzen und dadurch den erwähnten Risiken ausgesetzt sind. Die CSU-Fraktion plant weiterhin intensive Gespräche mit Kommunen, Schulträgern und Experten, um Programme für Prävention und Aufklärung zu fördern.

Bürgerinnen und Bürger können sich an regionalen Informationsstellen und Beratungsangeboten orientieren, die zunehmend auf den digitalen Schutz von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet sind. Für den Herbst sind weitere Initiativen geplant, um das Thema im Landtag weiter voranzubringen.

Für weiterführende Informationen zum Thema Jugendschutz im Netz bietet die Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung umfangreiche Materialien. Mehr regionale Meldungen finden Interessierte auf regionalupdate.de.

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