Keine Abtrennung der Gäubahn vom Stuttgarter Hauptbahnhof

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Stuttgart. Die Deutsche Bahn hat die für März 2027 geplante Kappung der Gäubahn am Stuttgarter Hauptbahnhof auf unbestimmte Zeit, mindestens bis 2028, verschoben. Damit wird der Erhalt Gäubahn Stuttgart vorerst gesichert, bis der Tiefbahnhof Stuttgart 21 voraussichtlich erst 2030 in Betrieb geht.

Gäubahn bleibt erhalten

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) setzt sich für den Erhalt eines leistungsfähigen Eisenbahnknotens in Stuttgart ein und begrüßt die Verschiebung der Kappung der Gäubahnverbindung, die von Rottweil über Singen bis nach Zürich und Mailand führt. Durch die Verschiebung der Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 verzögert sich auch die geplante Unterbrechung der Gäubahn deutlich. Ursprünglich war eine Kappung zum März 2027 vorgesehen, jetzt gilt ein Zeitpunkt frühestens 2028.

Hintergrund zur Rechtslage und Planung

Die DUH hatte gegen das Eisenbahn-Bundesamt geklagt; das Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg wies die Klage ab, was nun den Weg für eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig freimacht. Nach Ansicht der DUH ist die Kappung rechtlich nicht notwendig, da die Inbetriebnahme des neuen Tiefbahnhofs erheblich verzögert ist. Die Verschiebung erlaubt mehr Zeit, über den Verbleib der Gäubahnentscheidung zu beraten und gegebenenfalls eine Rechtsentscheidung umzusetzen.

„Wir haben wertvolle Zeit gewonnen: Die für März 2027 geplante Kappung der Gäubahn ist bis auf weiteres abgesagt. Da die Deutsche Bahn – wenn überhaupt – frühestens 2030 den Tiefbahnhof S21 in Betrieb nimmt, bleibt diese international bedeutende Bahnverbindung für weitere Jahre bestehen“, sagte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Bedeutung der Gäubahn für die Region

Die Gäubahn stellt eine wichtige Verbindung zwischen Stuttgart und den südwestlichen Nachbarregionen sowie internationalem Verkehr dar. Die Panoramabahn, die den Anschluss der Gäubahn an den Stuttgarter Hauptbahnhof ermöglicht, soll laut DUH erhalten bleiben, solange der bisherige Kopfbahnhof in Betrieb ist. Diese Position wird von den an der Strecke liegenden Gemeinden unterstützt.

  • Die Bahn plant aktuell keine Teilinbetriebnahme von Stuttgart 21 vor 2030
  • Die Verbindung ist international für den Personen- und Güterverkehr relevant
  • Gemeinden entlang der Strecke betonen die Bedeutung eines intakten Anschlusses

Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Erhalt der Gäubahn hat regionale Bedeutung

Der Erhalt Gäubahn Stuttgart verhindert eine längere Unterbrechung einer wichtigen Verkehrsanbindung und schützt die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger sowie den regionalen Wirtschaftsstandort. Bis zur Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 bleibt der Hauptbahnhof mit Gäubahnanschluss ein unverzichtbarer Teil des städtischen und grenzüberschreitenden Bahnnetzes. Landespolitiker sind aufgefordert, die im Landtagswahlkampf gegebenen Zusagen zu beachten und den Fahrgästen den Erhalt dieser Verbindung zu garantieren.

Für aktuelle Informationen zu Verkehrsprojekten in der Region empfiehlt sich ein Blick auf regionalupdate.de sowie offizielle Angaben der Deutschen Bahn unter bahn.de.


Weitere Entwicklungen zur Gäubahn und Stuttgart 21 werden künftig von allen Beteiligten eng verfolgt, um einen reibungslosen Verkehrsablauf sicherzustellen.

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