Berlin. Der modernisierungsbedarf wohnimmobilien deutschland ist hoch, doch die Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen erfolgt vergleichsweise selten, wie die aktuelle LBS-Modernisierungsstudie zeigt. Fast zwei Drittel der Immobilieneigentümer betrachten den Modernisierungsbedarf als mittel bis sehr hoch, jedoch sinkt die Modernisierungsbereitschaft mit zunehmendem Alter deutlich ab.
Jetzt Modernisieren Starten: Modernisierungsbedarf Wohnimmobilien Deutschland
Die LBS-Studie basiert auf den Antworten von über 3.000 Personen und verdeutlicht ein deutliches Zurückhalten bei Modernisierungen trotz bestehendem Erneuerungsbedarf. Knapp die Hälfte der Befragten plant in den kommenden drei Jahren eine Modernisierung, vor allem um Wohnqualität, Immobilienwert und Energieeffizienz zu verbessern.
Altersabhängige Modernisierungspläne
Besonders jüngere Eigentümer unter 50 Jahren zeigen eine hohe Motivation zur Modernisierung. Mehr als die Hälfte dieser Gruppe hat entsprechende Pläne. Dagegen liegt die Bereitschaft bei Personen ab 60 Jahren nur noch bei rund einem Drittel, bei den über 70-Jährigen bei etwa einem Viertel. Die Altersgruppe entscheidet damit maßgeblich über das Tempo bei Sanierungen im Wohnungsbestand.
Finanzielle Hürden und Förderungen
Eine der wesentlichen Hemmnisse für Modernisierungen sind hohe Kosten. Insbesondere ab einer Summe von 50.000 Euro ziehen viele Vermieter eine Alternative wie einen Verkauf der Immobilie in Betracht. Die Befragten geben an, dass häufig die Kosten-Nutzen-Relation für eine Sanierung ungünstig erscheint.
„Jede nicht durchgeführte Modernisierung gefährdet letztlich auch den Wert der eigenen Immobilie“, sagte LBS-Immobilienexperte Martin Englert.
Eigenkapital und staatliche Förderungen sind die wichtigsten Finanzierungsquellen. Rund zwei Drittel der Selbstnutzer und 75 Prozent der Vermieter wollen eine verfügbare Förderung nutzen. Dennoch kritisieren 60 Prozent, dass Gebrauchtimmobilien im Vergleich zum Neubau weniger gefördert werden.
- Hohe Modernisierungskosten
- Ungünstige Kosten-Nutzen-Verhältnisse
- Förderungen teils als nicht ausreichend oder zu kompliziert bewertet
- Finanzierungsbedarf von Eigenkapital und öffentlichen Mitteln
Förderung und Vereinfachung gefordert
Die Mehrheit der Befragten spricht sich für eine Vereinfachung und bessere Ausschöpfung von Förderprogrammen aus. Gerade junge Familien könnten daran gehindert sein, direkt nach dem Erwerb einer Immobilie umfassende Sanierungen durchzuführen. Die Deutsche Energie-Agentur fordert eine Sanierungsquote von zwei Prozent, während sie aktuell nur bei 0,67 Prozent liegt.
Weitere Informationen und den Podcast zur Studie finden Interessierte auf der offiziellen Webseite der LBS unter presse.lbs.de sowie ergänzende Berichte zu regionalen Modernisierungsprojekten auf regionalupdate.de.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Schluss: Bedeutung des Modernisierungsbedarfs für Eigentümer in Deutschland
Die hohe Einschätzung des modernisierungsbedarf wohnimmobilien deutschland hat für Eigentümer und Mieter gleichermaßen praktische Auswirkungen. Wer jetzt investiert, steigert den Wert der Immobilie und trägt zur Senkung des Energieverbrauchs bei. Für die breite Umsetzung sind jedoch vereinfachte und zielgerichtete Förderprogramme erforderlich, um auch ältere Eigentümer und Haushalte mit geringem Eigenkapital zu erreichen. Die kommenden Jahre dürften zeigen, in welchem Maße diese Herausforderungen gemeistert werden können und wie sie regional umgesetzt werden.
Die LBS Modernisierungsstudie liefert dafür wichtige Daten und gibt Anhaltspunkte, wie die Modernisierungsquote effektiv gesteigert werden kann. Eigentümer sollten sich frühzeitig über Fördermöglichkeiten informieren und individuelle Modernisierungsstrategien prüfen. Aktuelle Entwicklungen bezüglich Energieeffizienz finden Sie ebenfalls auf regionalupdate.de.
Quellen:
- LBS-Modernisierungsstudie (presse.lbs.de)
- Deutsche Energie-Agentur (dena): Empfehlungen zur Steigerung der Sanierungsquote
