Herne. Die ANINOVA Stiftung Lebenshof Förderung hat ein neues Programm gestartet, um vegane Lebenshöfe in Deutschland zu unterstützen. Ein erstes gefördertes Projekt auf dem Lebenshof Schokuhminza in Herne zeigt bereits konkrete Verbesserungen für gerettete Rinder.
Stiftung fördert Lebenshöfe
Die ANINOVA Stiftung Lebenshof Förderung richtet sich an vegane Lebenshöfe, die geretteten Tieren aus der Massentierhaltung dauerhaft ein sicheres und artgerechtes Zuhause bieten. Auf dem Lebenshof Schokuhminza in Herne konnten durch eine Förderung in Höhe von 15.000 Euro wichtige Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden. Dazu zählen die Stabilisierung eines Paddockbereichs, eine verbesserte Entwässerung sowie die Installation einer frostsicheren Tränke.
Unterstützung bei Infrastrukturprojekten
Lebenshöfe stehen oft vor finanziellen Herausforderungen, insbesondere wenn es um Baumaßnahmen zur dauerhaften Verbesserung der Tierhaltung geht. Die ANINOVA-Stiftung setzt an genau dieser Stelle an. Ada Brandt, Projektmanagerin bei der Stiftung, erklärt:
„Lebenshöfe übernehmen langfristig Verantwortung für gerettete Tiere, stoßen dabei aber häufig an finanzielle Grenzen – unter anderem bei Infrastrukturprojekten. Mit unserem Förderprogramm unterstützen wir genau dort, wo Engagement allein nicht ausreicht und Förderung eine konkrete Verbesserung für die Tiere ermöglicht.“
Weitere Fördermöglichkeiten
Neben Bauprojekten umfasst das Förderprogramm mehrere Unterstützungsangebote. Dazu gehören:
- Aufbauförderung für neue Lebenshöfe in den ersten zwei Jahren
- Unterstützung bei Tiergesundheitskosten
- Basisfonds für laufende Ausgaben
- Finanzielle Hilfen für Kommunikationsmaßnahmen wie Webseiten
- Ein Feuerwehrfonds für akute Notfälle (z. B. Brände)
Lebenshöfe als sichere Rückzugsorte
Lebenshöfe bieten Tieren, die aus der Massentierhaltung befreit wurden, dauerhaft Schutz und eine Auszeit von Nutzung und Ausbeutung. Die ANINOVA-Stiftung plant, noch in diesem Jahr über 50 vegane Lebenshöfe bundesweit zu fördern. Interessierte Höfe können sich über eine digitale Plattform bewerben.
Beispiel: Der Lebenshof Schokuhminza in Herne beherbergt 13 Rinder, die mithilfe der Förderung nun ganzjährig einen wetterunabhängigen und sicheren Außenbereich nutzen können.
Für weitere Informationen zum Förderprogramm besuchen Sie die Website der ANINOVA-Stiftung.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Förderung veganer Lebenshöfe: Bedeutung für Herne und Region
Die Unterstützung des Lebenshofs Schokuhminza in Herne zeigt, wie gezielte finanzielle Hilfen sowohl den Tierschutz als auch die regionale Gemeinschaft stärken können. Für Bürgerinnen und Bürger bietet dies die Möglichkeit, über lokale Projekte mehr über vegane Lebensweisen und verantwortungsvollen Tierschutz zu erfahren. Die Förderung trägt dazu bei, dass gerettete Tiere dauerhaft ein sicheres Zuhause erhalten und Lebenshöfe ihre Arbeit langfristig stabilisieren können.
Weitere Förderungen durch die ANINOVA-Stiftung sind für 2024 geplant. Interessierte Lebenshöfe können sich weiterhin online bewerben. Für mehr regionale Nachrichten und Tierschutzthemen besuchen Sie auch regionalupdate.de.
Detaillierte Informationen zum Lebenshof-Konzept und zur veganen Lebensweise bietet die Deutsche Tierschutzbund.
