Gute Energiebilanz zahlt sich aus: Bis zu 20 Prozent Preisaufschlag für effiziente Immobilien

Bis zu 20 Prozent Aufschlag für effiziente Immobilien

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Nürnberg. Eine Analyse von immowelt zeigt, wie stark die energieeffizienz immobilien preis und Angebot beeinflusst. Effiziente Gebäude erzielen deutliche Preisaufschläge, während Immobilien mit schlechter Energiebilanz merkliche Abschläge erhalten.

Effizienz steigert Preise

Die Energieeffizienzklasse wirkt sich signifikant auf die Preise von Häusern und Wohnungen aus. Wohnungen mit der besten Effizienzklasse A+ werden bundesweit durchschnittlich rund 20 Prozent teurer angeboten als Objekte mit dem mittleren Standard D. Bei Häusern liegt der Aufschlag für Klasse A+ im Schnitt bei 15 Prozent.

Im Gegensatz dazu erfahren Häuser mit der schlechtesten Energieeffizienzklasse H deutliche Preisabschläge von etwa 17 Prozent im Vergleich zur Klasse D. Auch Wohnungen der Klasse H kosten etwa 9 Prozent weniger. Diese Preisunterschiede ergeben sich unabhängig von Lage, Größe oder Ausstattung, da die Analyse gezielt nur die Effizienzklassen als Einflussfaktor berücksichtigt hat.

Einfluss auf Hauspreise

Die Energieeffizienzklasse ist für Hauskäufer zunehmend ein wichtiges Kriterium. Effiziente Häuser verursachen niedrigere laufende Kosten und geringere Sanierungsaufwände. Deshalb erzielen Häuser mit Klassen A+, A und B höhere Preise, während Gebäude der Klassen F bis H häufig zu deutlich reduzierten Preisen angeboten werden.

Einfluss auf Wohnungspreise

Bei Eigentumswohnungen fällt der Preisunterschied zwischen den Effizienzklassen ähnlich aus, wenn auch die Abschläge bei ineffizienten Wohnungen allgemein geringer sind als bei Häusern. Vermutlich reduzieren gemeinschaftliche Sanierungskosten innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft die finanzielle Belastung einzelner Käufer und mildern damit die Preisunterschiede ab.

„Die Energieeffizienz ist längst zu einem zentralen Werttreiber auf dem Immobilienmarkt geworden“, sagte Theo Mseka, Geschäftsführer von immowelt. „Käufer achten stärker als früher auf laufende Energiekosten und mögliche Sanierungsaufwände.“

Entwicklung seit 2022

Seit dem Zinsanstieg im Jahr 2022 zeigen sich bei der Preisentwicklung Unterschiede nach Effizienzklassen. Immobilien mit hoher Energieeffizienz erholen sich nach anfänglichen Preisrückgängen schneller als ineffiziente Gebäude. Letztere gerieten stärker unter Druck, da neben höheren Finanzierungskosten auch gestiegene Energiepreise und strengere energetische Vorgaben die Nachfrage beeinflussen.

  • Effiziente Immobilien verzeichnen stabilere Angebotspreise.
  • Ineffiziente Objekte können für Käufer mit begrenztem Budget weiterhin interessant sein, da geringere Kaufpreise Sanierungen zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen.

Beispiel:

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und praktische Auswirkungen

Für Käufer und Verkäufer in Nürnberg und Umgebung hat die wachsende Rolle der Energieeffizienz klare Auswirkungen. Immobilien mit hoher Energieeffizienz sind gefragter und erzielen bessere Preise, was insbesondere bei der Entscheidung für oder gegen einen Kauf beachtet werden sollte. Zudem wirkt sich der Effizienzstandard auf die langfristigen Nebenkosten aus, was für viele Käufer ein relevantes Kriterium ist.

Für Eigentümer kann es sich lohnen, energetische Verbesserungen in Betracht zu ziehen, um den Wert der Immobilie zu steigern. Die Analyse von immowelt weist darauf hin, dass solche Investitionen auch Marktvorteile bringen können. Weitere Informationen zur Preisentwicklung in verschiedenen Regionen sind unter anderem in der immowelt Price Map verfügbar.

Immobilieninteressierte finden auf regionalupdate.de vertiefte Artikel zu regionalen Immobilienmärkten und energieeffizientem Bauen. Offizielle Hinweise zum Energiepass und staatlichen Fördermöglichkeiten gibt etwa die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) heraus.

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