Berlin. Pharma Deutschland warnt vor den Folgen der neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie KARL für die Arzneimittelversorgung in Deutschland. Der Verband fordert, das Wasser und die Arzneimittelversorgung schützen, um ökologische Wirksamkeit und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Wasser schützen jetzt
Pharma Deutschland betont die Bedeutung eines konsequenten Gewässerschutzes in Deutschland und Europa. Zum Welttag des Wassers bekennt sich der Verband ausdrücklich zum Schutz dieser lebenswichtigen Ressource, die Grundlage für Gesundheit und Wohlstand ist. Zugleich kritisiert Hauptgeschäftsführerin Dorothee Brakmann die derzeitige Kommunalabwasserrichtlinie KARL. Sie sieht in der Ausgestaltung einseitige finanzielle Belastungen, die vor allem die Arzneimittelversorgung gefährden könnten, ohne den Gewässerschutz ausreichend zu verbessern.
Kritik an der Richtlinie KARL
Dorothee Brakmann weist darauf hin, dass eine Regulierung nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie auf korrekten Daten basiert und alle relevanten Branchen einbezieht. Eine Umsetzung der Richtlinie in der aktuellen Form lehnt Pharma Deutschland ab und fordert deren Aussetzung, um Zeit für eine fundierte Überarbeitung zu gewinnen.
„Die Umsetzung der jetzigen KARL sollte angehalten werden, um Zeit für die dringend notwendige Überarbeitung zu schaffen“, sagte Brakmann.
Forderungen von Pharma Deutschland
Pharma Deutschland ruft die europäischen Gesetzgeber dazu auf, die Richtlinie evidenzbasiert zu überarbeiten. Es solle eine faire Verteilung der Kosten auf alle Verursacher von Spurenstoffen im Wasser erfolgen. Außerdem appelliert der Verband an Politik, Wasserwirtschaft, Umweltverbände und Industrie, den Welttag des Wassers als Anlass für gemeinsame und praktikable Lösungen zu nehmen. Dies diene sowohl dem Schutz der Patienten als auch der Ressource Wasser.
- Faire Kostenverteilung für Spurenstoffe
- Einbeziehung aller relevanten Branchen
- Gemeinsame Lösungsansätze für Gewässerschutz und Versorgungssicherheit
Pharma Deutschland ist der größte Branchenverband der deutschen Pharmaindustrie mit rund 400 Mitgliedsunternehmen und beschäftigt etwa 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Mitglieder tragen nach eigener Aussage maßgeblich zur Sicherung der Arzneimittelversorgung bei, indem sie fast 80 Prozent der rezeptfreien und zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel bereitstellen.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die regionale Arzneimittelversorgung und Gewässerschutz
Die Ausgestaltung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie hat unmittelbare Auswirkungen auf die Arzneimittelversorgung auch in den Regionen Deutschlands. Eine einseitige finanzielle Belastung der pharmazeutischen Unternehmen könnte die Versorgung mit notwendigen Medikamenten erschweren. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das eine potenzielle Verknappung wichtiger Arzneimittel, gleichzeitig bleibt der Schutz von Wasser als lebenswichtige Ressource unverändert dringlich.
Vor diesem Hintergrund ist eine ausgewogene Regulierung entscheidend, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Belange berücksichtigt. Geplante Überarbeitungen der Richtlinie könnten dazu beitragen, Lasten gerecht zu verteilen und die Arzneimittelversorgung langfristig zu sichern.
Weiterführende Informationen zum Thema Arzneimittel und Wasser finden Interessierte beim Umweltbundesamt www.umweltbundesamt.de sowie auf regionalupdate.de, wo regelmäßig aktuelle Nachrichten aus Gesundheit und Umweltschutz veröffentlicht werden.
Pharma Deutschland e.V., pharmadeutschland.de

