Frankfurt am Main. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) setzt sich weiterhin dafür ein, dass Reisende der Deutschen Bahn Mehrwegbecher erhalten, die für die Mitnahme von Getränken in Zügen geeignet sind. Die Organisation geht nun in Berufung vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main, nachdem das Landgericht Frankfurt eine entsprechende Unterlassungsklage abgewiesen hatte. Dabei steht die Mehrwegbecher Deutsche Bahn im Fokus.
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Die DUH kritisiert, dass die Deutsche Bahn gegen die gesetzliche Mehrwegangebotspflicht verstoße, weil Getränke zum Mitnehmen ausschließlich in Einweg-Bechern ausgeschenkt werden. Das Landgericht Frankfurt am Main hatte argumentiert, dass Getränke in den Zügen nur für den Vor-Ort-Verzehr bestimmt seien und deshalb keine Mehrwegbecher angeboten werden müssten. Die DUH hält diese Einschätzung für realitätsfern und verweist auf das tatsächliche Konsumverhalten vieler Bahnreisender, die Getränke mitnehmen möchten.
Entscheidungen vor Gericht
Die DUH hat gegen die Deutsche Bahn eine Unterlassungsklage erhoben, um ein verbraucherfreundliches Mehrwegangebot durchzusetzen. Nachdem das Landgericht die Klage abwies, hat die Organisation Berufung angekündigt und will den Fall nun vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main verhandeln lassen.
DUH fordert nachhaltige Lösungen
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH, betont die Verantwortung der Deutschen Bahn, Nachhaltigkeit umzusetzen:
„Das Landgericht Frankfurt am Main hat bestätigt, dass für die Deutsche Bahn die Mehrwegangebotspflicht gilt. Für uns bedeutet dies, dass Reisende, die sich vor dem Aussteigen einen Kaffee mit auf die Hand nehmen wollen, diesen auch in einem Mehrwegbecher erhalten müssen. Alles andere wirft die Frage auf: Warum bietet die Deutsche Bahn in ihren Zügen dann überhaupt Einweg-Becher an?“
Sie kritisiert zudem die Argumentation des Landgerichts, wonach Einwegbecher nur für den Vor-Ort-Verzehr genutzt würden, und sieht darin eine mögliche Umgehung der gesetzlichen Pflichten.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung und weitere Entwicklungen
Für Pendler und Reisende in Frankfurt am Main und Umgebung hat die Debatte um Mehrwegbecher Deutsche Bahn praktische Auswirkungen. Ein Mehrwegsystem könnte den Müll in Zügen und an Bahnhöfen reduzieren und damit zu einer saubereren Umwelt beitragen. Zudem kann es die Akzeptanz nachhaltiger Mobilität fördern.
Die Deutsche Umwelthilfe plant weitere juristische Schritte, um ein angemessenes Mehrwegangebot durchzusetzen. Betroffene Reisende können sich auf eine mögliche Umstellung in Zukunft einstellen.
Weiterführende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit im Bahnverkehr bietet die Deutsche Umwelthilfe unter duh.de. Informationen zur aktuellen Rechtsprechung sind auch über die Website des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main zugänglich.
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