Dortmund. Borussia Dortmund hat am 27. Bundesliga-Spieltag einen spektakulären 3:2-Sieg gegen den Hamburger SV erkämpft. Im BVB HSV Spielbericht zeigt sich, wie die Dortmunder trotz eines 0:2-Rückstands zur Halbzeit die Partie drehten – unter anderem dank zweier verwandelter Elfmeter von Ramy Bensebaini.
Spannendes Bundesliga-Spiel: BVB HSV Spielbericht
Das Spiel im ausverkauften Signal Iduna Park begann mit einer überraschenden Führung des HSV. Philip Otele brachte die Hamburger in der 19. Minute mit 1:0 in Führung, unterstützt durch eine Vorlage von William Mikelbrencis. Kurz darauf erhöhte Albert Sambi Lokonga nach einem weiteren Konter auf 2:0 (38.). Dortmund hatte zwar mehr Ballbesitz und Chancen, doch Hamburg dominierte lange Zeit das Geschehen und ließ wenig Torchancen zu.
In der ersten Halbzeit verschoss Dortmunds Felix Nmecha einen Strafstoß (45.), was die Situation für die Gastgeber nicht einfacher machte. Mit einem Zwei-Tore-Rückstand ging der BVB in die Pause – ein Halbzeitstand, der überraschend war und seit Jahren im Signal Iduna Park erstmals vorkam.
Die zweite Halbzeit brachte einen intensiven Umschwung der Partie. Ramy Bensebaini wurde zur Schlüsselfigur: Er kam zur Halbzeit für Luca Reggiani ins Spiel und verwandelte zwei der insgesamt drei Elfmeter, die Dortmund in diesem Spiel zugesprochen bekam. Zunächst traf er in der 73. Minute mit einem Elfmeter, ehe er in der 84. Minute erneut sicher verwandelte. Zwischen beiden Treffern erzielte Serhou Guirassy den Ausgleich zum 2:2 in der 78. Minute. Diese Aufholjagd führte letztlich zum Sieg für den BVB, der damit seinen 18. Saisonsieg feierte – mehr als in der kompletten Vorsaison.
Historische Elfmeter und Spielerleistungen
Besonderheit des Spiels war die Anzahl der Strafstöße: Erstmals in der Bundesliga-Geschichte erhielt der BVB drei Elfmeter in einem Spiel, ein Szenario, das bislang nur zehnmal vorkam. Für den HSV waren drei verhängte Elfmeter eine Premiere.
„Wir haben noch gar nichts erreicht. Wir haben zwar mehr Punkte als zum Ende der letzten Saison, aber wir haben noch sehr schwierige Spiele. Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen“, sagte BVB-Trainer Niko Kovač vor dem Spiel.
Ramy Bensebaini bestätigte seine Nervenstärke eindrucksvoll. Der Algerier hat nun alle neun Strafstöße seiner Bundesliga-Karriere verwandelt, nachdem er zuvor für Borussia Mönchengladbach sieben erfolgreich ausgeführt hatte. Sein Doppelpack war der erste für den BVB und sein dritter insgesamt in der Bundesliga.
Torwart Daniel Heuer Fernandes vom HSV zeigte ebenfalls starke Leistungen mit fünf Paraden, was den Druck auf seine Mannschaft zunächst aufrechterhielt.
Spielverlauf und weitere Fakten
- HSV ging durch frühe Tore von Philip Otele (19.) und Albert Sambi Lokonga (38.) mit 2:0 in Führung.
- Dortmund schoss insgesamt 27-mal, davon elf auf das Tor, während der HSV 13 Abschlüsse hatte.
- Felix Nmecha war mit seiner Geschwindigkeit (34,66 km/h) der schnellste Spieler auf dem Feld.
- Die Partie litt unter vielen kleinen Fouls und gelben Karten, unter anderem für Nicolai Remberg (HSV) und Julian Ryerson (BVB).
- Luca Reggiani erhielt bei Dortmund einen Profivertrag und kam als jüngster Bundesliga-Torschütze dieser Saison zum Einsatz.
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Ausblick
Nach dem Sieg hat Dortmund 61 Punkte und steht auf dem zweiten Tabellenplatz, nahe dem historischen Höchstwert eines Tabellenzweiten zu diesem Zeitpunkt, den sie selbst 2015/16 innehatten. Für den Hamburger SV bleibt die Zielsetzung, die Vizemeisterschaft trotz der Pleite zu sichern. Die nächsten wichtigen Spiele stehen bereits an, bei denen sich beide Teams weiter beweisen wollen.
