Coesfeld. Das Stadtmuseum DAS TOR präsentiert derzeit Fotos aus der Nachkriegszeit und sucht ergänzend Gegenstände, sogenannte Notbehelfe, die die Geschichte dieser Zeit lebendig machen. Mit der Aktion „Stadtmuseum Coesfeld Nachkriegszeit“ sollen Objekte und ihre Geschichten aus der schwierigen Aufbauzeit in die Ausstellung aufgenommen werden.
Entdecke Coesfelder Geschichte – Stadtmuseum Coesfeld Nachkriegszeit
Fotos vom Kriegsende als historische Zeugnisse
Das Stadtmuseum DAS TOR zeigt noch bis zum 10. Mai eine Sonderausstellung mit Fotos, die Coesfeld am Ende des Zweiten Weltkriegs zeigen. Die Aufnahmen dokumentieren die umfassenden Zerstörungen durch den Krieg, aber auch den Alltag der Menschen, die inmitten von Trümmern ihr Leben wieder aufbauen mussten. Die Bilder vermitteln eindrücklich die Situation und zeichnen ein Bild vom Kriegsende in Coesfeld.
Sammlung von Notbehelfen als lebendige Erinnerungen
Neben der fotografischen Ausstellung sucht das Museum auch nach Gegenständen aus der Nachkriegszeit, die sogenannten Notbehelfe. Sie entstanden in einer Zeit großer Materialknappheit und wurden aus militärischen Rohmaterialien wie Fahnen, Fallschirmen oder Patronenhülsen gefertigt. Beispiele sind Kleidung aus Fallschirmen oder Blumenvasen aus Patronenhülsen. Die Museumsleiterin Dr. Kristina Sievers-Fleer betont, dass die Gegenstände vor allem durch die Geschichten, die mit ihnen verbunden sind, bedeutend werden.
„Es geht uns dabei aber nicht nur um die Gegenstände selbst, sondern vor allem auch um die Geschichten hinter den Objekten“, sagte Dr. Kristina Sievers-Fleer.
Ein konkretes Beispiel aus der Sammlung des Museums stammt von einem Coesfelder Bürger, dessen Vater aus Patronenhülsen gefertigte Blumenvasen als Geschenk für seine Mutter nutzte. Solche Objekte machen die Nachkriegszeit in Familien und für die Stadtgeschichte greifbar.
Aufruf zur Beteiligung der Bürger
Das Stadtmuseum ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, persönliche Objekte aus der Nachkriegszeit zur Verfügung zu stellen oder ihre Geschichten zu erzählen. Die gesammelten Notbehelfe sollen nach Möglichkeit in die laufende Fotoausstellung integriert werden, damit Besucher einen ganzheitlichen Eindruck dieser Epoche gewinnen können.
Wer Gegenstände oder Erinnerungen beisteuern möchte, kann sich direkt an die Museumsleiterin Dr. Kristina Sievers-Fleer wenden:
- E-Mail: Kristina.Sievers-Fleer@coesfeld.de
- Telefon: (02541) 939-3721
Weitere Informationen zur Ausstellung sind auf der Webseite des Stadtmuseums Coesfeld zu finden.
Ausblick: Erinnerungen bewahren im Stadtmuseum Coesfeld
Das Stadtmuseum DAS TOR plant, auch künftig Ausstellungen zur Nachkriegszeit in Coesfeld durchzuführen und mit der Sammlung von Notbehelfen die Geschichte lebendig zu erhalten. Die aktuelle Fotoausstellung endet am 10. Mai. Anschließend werden die hinzugefügten Objekte und ihre Geschichten dazu beitragen, die komplexe Nachkriegszeit umfassender darzustellen und zu dokumentieren.
Interessierte Leserinnen und Leser finden weitere regionale Geschichtsthemen und Veranstaltungen auf regionalupdate.de. Offizielle Hintergrundinformationen zum Zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit bietet das Bundesarchiv, eine verlässliche Quelle für historische Fakten.
