Wiesbaden. Das Transportaufkommen der Binnenschifffahrt in Deutschland ist im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Die Binnenschifffahrt transportierte 1,3 Prozent weniger Güter als im Vorjahr, wobei insbesondere der Güterversand ins Ausland deutlich zurückging. Die Fokus-Keyphrase „binnenschifffahrt transportaufkommen deutschland“ beschreibt diese Entwicklung.
Transportaufkommen im Sinkflug
Rückgang des Gesamtgüterverkehrs auf Binnenwasserstraßen
Im Jahr 2025 wurden auf deutschen Binnenwasserstraßen insgesamt 171,6 Millionen Tonnen Güter befördert. Das waren 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr, als noch 173,8 Millionen Tonnen transportiert wurden. Diese Menge markiert den niedrigsten Wert seit 1990, dem Jahr der deutschen Wiedervereinigung. Vor allem der Versand von Gütern ins Ausland trug zum Rückgang bei, der um 4,8 Prozent auf 41,1 Millionen Tonnen sank.
Entwicklung bei Import, Inlandverkehr und Transit
Während der Güterversand ins Ausland deutlich zurückging, stieg die von ausländischen Häfen nach Deutschland transportierte Gütermenge leicht um 0,6 Prozent auf 77,0 Millionen Tonnen. Der innerdeutsche Verkehr blieb mit 42,8 Millionen Tonnen nahezu stabil und verzeichnete ein marginales Plus von 0,2 Prozent. Der Transitverkehr über deutsche Binnenwasserstraßen verringerte sich jedoch erheblich um 5,4 Prozent auf 10,7 Millionen Tonnen.
Veränderungen bei den Transportgütern
Bei den transportierten Waren gab es teils unterschiedliche Entwicklungen. Die Menge an flüssigen Mineralölerzeugnissen, die per Binnenschiff befördert wurden, sank um 2,7 Prozent. Im Gegensatz dazu stieg der Transport von Kohle um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
„Das erste Jahresquartal 2025 zeigt eine abnehmende Nachfrage im Güterversand ins Ausland“, erläuterte ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes.
Überblick der wichtigsten Zahlen
- Gesamttransportmenge 2025: 171,6 Millionen Tonnen (-1,3 %)
- Güterversand ins Ausland: 41,1 Millionen Tonnen (-4,8 %)
- Güterempfang aus dem Ausland: 77,0 Millionen Tonnen (+0,6 %)
- Innerdeutscher Verkehr: 42,8 Millionen Tonnen (+0,2 %)
- Transitverkehr: 10,7 Millionen Tonnen (-5,4 %)
- Flüssige Mineralölerzeugnisse: -2,7 %
- Kohle: +5,9 %
Weitere detaillierte Informationen zur Binnenschifffahrt und ihren Entwicklungen finden Sie auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes. Mehr zu Verkehr und Logistik in Deutschland bietet das regionalupdate.de-Themenarchiv.
Weitere Entwicklungen bei der Binnenschifffahrt
Die aktuelle Entwicklung im Transportaufkommen der Binnenschifffahrt demonstriert die Herausforderungen im Güterverkehr über Binnenwasserstraßen. Eine mögliche Folge könnten Anpassungen bei Infrastruktur und Logistikprozessen sein. Insbesondere der Rückgang beim Exportverkehr legt nahe, dass Anbieter und Nutzer dieses Verkehrsträgers Strategien zur Stabilisierung und Steigerung des Transportvolumens prüfen werden.
Im Laufe des Jahres 2026 sind weitere Detailanalysen und Berichte zu erwarten, die Aufschluss über die Ursachen und Auswirkungen dieser Trends geben. Schließlich bleibt die Binnenschifffahrt ein wichtiger Teil der deutschen Verkehrsinfrastruktur und ihrer nachhaltigen Weiterentwicklung.
