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Eppelmann: Leben in einer Diktatur an Polizeiakademie

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Rainer Eppelmann, ehemaliger DDR-Bürgerrechtler, sprach vor 150 Studierenden der Polizeiakademie Niedersachsen. Sein Vortrag thematisierte die Auswirkungen von Diktatur auf das individuelle Leben und die Bedeutung von Rechtsstaatlichkeit.

Ein eindringlicher Vortrag über Diktatur und Freiheit

Am 25. März 2026 hatte die Polizeiakademie Niedersachsen einen prominenten Gast. Rainer Eppelmann, der als Zeitzeuge für seine Erfahrungen in der DDR bekannt ist, hielt vor rund 150 Studierenden einen eindringlichen Vortrag. Er stellte die Frage, was es für Bürgerinnen und Bürger bedeutet, unter einer Diktatur zu leben, und wie solche ein Regime den Alltag prägt.

Eppelmann berichtete von seiner eigenen Erlebnisse, die er als Bürgerrechtler in der DDR machte. „In der Schule, im Beruf und im Freundeskreis wird das Leben von Misstrauen und staatlicher Kontrolle geprägt“, erklärte er. Der ehemalige Politiker hängte dabei das zentrale Thema an den Verlust von Grundrechten, wenn Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit nicht mehr gegeben sind.

Die Verantwortung für den demokratischen Rechtsstaat

Sein Engagement ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern auch ein Aufruf zur Wachsamkeit in der Gegenwart. „Stärkt und behütet unsere Demokratie, denn in einer Diktatur wäre unser aller Leben jeden Tag ganz anders, unmenschlich“, warnte Eppelmann und rief die angehenden Polizeibeamtinnen und -beamten dazu auf, der staatlichen Macht kritisch gegenüberzustehen.

Der Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, Carsten Rose, hob hervor, wie wichtig es für die Studierenden sei, die Mechanismen und Gefahren einer Diktatur zu verstehen. „Wer später selbst Hoheitsbefugnisse ausübt, muss wissen, wie zerbrechlich Freiheit und Grundrechte sind“, betonte er.

Bildung über Geschichtsvermittlung hinaus

Der Vortrag von Eppelmann ist Teil eines regelmäßigen Seminarangebots der Polizeiakademie, das sich mit historischen, gesellschaftlichen und ethischen Fragestellungen auseinandersetzt. Der Auftritt hinterließ bei den Zuhörerinnen und Zuhörern Eindruck und regte zur Reflexion über die eigene Verantwortung im demokratischen Rechtsstaat an. Die Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur geht über reine Geschichtsvermittlung hinaus – sie betrifft das Berufsverständnis zukünftiger Polizisten und Polizistinnen.

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