Erste Uferschnepfen kehren zurück nach Niedersachsen

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Hannover. Die Rückkehr der Uferschnepfen nach Niedersachsen hat begonnen. Im Rahmen des Projektes LIFE Godwit Flyway beobachten Fachleute des NLWKN den Zug der Wiesenvögel mithilfe von GPS-Sendern, die allmählich wieder ihre Brutgebiete an Unterelbe und Dümmer erreichen. Die Fokus-Keyphrase „Uferschnepfen Rückkehr Niedersachsen“ ist dabei zentral für die aktuellen Naturschutzbemühungen.

Rückkehr der Uferschnepfen

Frühjahrszug und Brutgebiete in Niedersachsen

Die ersten Uferschnepfen sind bereits wieder in Niedersachsen eingetroffen. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren startete der Zug aufgrund der kalten Witterung etwas später. Die Fachleute des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) verfolgen und dokumentieren die Rückkehr der Vögel entlang der ostatlantischen Zugroute mit Hilfe von GPS-Sendern. Die Tiere waren zuvor in Portugal und anderen Überwinterungsgebieten zu beobachten, wo es auf abgeernteten und nassen Reisfeldern bis zu 25.000 Individuen gab.

Die Brutgebiete liegen vor allem im Bereich der Unterelbe und am Dümmersee, wo der Lebensraum für die Tiere kontinuierlich verbessert wird. Im April beginnt hier die eigentliche Brutsaison. Die Uferschnepfen sind bedeutende Arten des niedersächsischen Feuchtgrünlands und profitieren von den seit Jahren laufenden Schutzmaßnahmen.

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Das Projekt LIFE Godwit Flyway

Das LIFE Godwit Flyway Projekt fokussiert sich auf den Erhalt und die Schaffung sicherer Habitate entlang der gesamten Zugroute der Uferschnepfen. Intensivierung der Landwirtschaft, Lebensraumverlust und steigender Prädationsdruck haben in den letzten Jahrzehnten zu einem Rückgang der Populationen geführt. Das Projekt arbeitet mit Partnern aus Deutschland, Portugal, den Niederlanden und Gambia zusammen, um Maßnahmen in Brut-, Rast- und Überwinterungsgebieten umzusetzen.

Zentrale Maßnahmen umfassen:

  • Optimierung und Erweiterung von Lebensräumen in den Kernbrutgebieten durch Flächenankauf und Prädationsmanagement
  • Wiederherstellung von Salinen und Küstenlagunen in Portugal
  • Einführung vogelfreundlicher und klimaangepasster Reisanbaumethoden in Senegal und Gambia
  • Unterstützung und Ergänzung EU-weiter Naturschutzprogramme

„Die Uferschnepfen waren schon überwiegend bei guter Kondition, ihre Körpermassen waren überdurchschnittlich hoch. So konnten wir die Vögel mit GPS-Transmittern ausstatten und wussten, dass sie sehr bald in die nördlichen Brutgebiete weiterziehen würden“, berichtete Ulf Bauchinger vom NLWKN.

Durch die Schutzmaßnahmen profitieren nicht nur die Uferschnepfen, sondern auch andere bedrohte Arten und das gesamte Ökosystem feuchter Lebensräume.

Nächste Schritte beim Schutz der Uferschnepfen in Niedersachsen

Derzeit bereiten sich die Schutzgebiete in Niedersachsen wie der Dümmersee auf die Brutsaison vor. Die Fachleute vom NLWKN beobachten weiterhin die Zugrouten der Vögel, um Rückschlüsse auf den Erfolg der Schutzmaßnahmen zu ziehen. So wird beispielsweise eine beringte Uferschnepfe namens Werner täglich verfolgt, die noch aus Mauretanien in den Senegal zurückflog. Ihr Brutgebiet an der Unterelbe liegt rund 4.680 Kilometer entfernt.

Weitere Förder- und Schutzmaßnahmen sind für die kommenden Jahre geplant, um die Bestände dauerhaft zu stabilisieren. Gleichzeitig ergänzen diese nationalen Schutzbemühungen die EU-weiten Naturschutzprogramme, die im Rahmen der Biodiversitätsstrategie 2030 umgesetzt werden.

Mehr Informationen zum Projekt LIFE Godwit Flyway sowie zum Schutz von Zugvögeln finden Sie auf der Webseite des NLWKN und bei der Europäischen Umweltagentur. Regionale Nachrichten zu Natur- und Umweltthemen erhalten Sie auf regionalupdate.de.

Ausblick für die Uferschnepfen in Niedersachsen

Die Rückkehr der Uferschnepfen markiert einen wichtigen Fortschritt im Artenschutz und zeigt die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit. Für die nächsten Monate sind weitere Beobachtungen und Anpassungen der Schutzmaßnahmen geplant. Das Ziel ist eine nachhaltige Erholung der Populationen im niedersächsischen Feuchtgrünland und entlang der ostatlantischen Zugroute.

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