F.acT präsentiert Studie zu nachhaltigem Outdoorsport im Alpenraum

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Digitale Realität

Innsbruck. Das Interreg-Projekt „AAC Alpine Awareness Camps“ bringt seit September 2023 Partner aus Bayern und Österreich zusammen, um einen nachhaltigen Outdoorsport zu fördern. Eine aktuelle nachhaltiger outdoorsport studie der Universität Innsbruck zeigt, dass Wahrnehmung und tatsächliches Verhalten von Sportler:innen im Alpenraum oft auseinandergehen.

Mehr Nachhaltigkeit jetzt

Die Studie im Rahmen des AAC-Projekts untersucht das Nachhaltigkeitsverständnis bei verschiedenen Gruppen des alpinen Outdoorsports – von Bergsportler:innen über Guides bis zu Tourismusverbänden. Insgesamt nahmen 140 Teilnehmer:innen teil. Die meisten definierten Nachhaltigkeit vor allem durch langfristige Produktnutzung, Energiesparen und Landschaftsschutz. Bemerkenswert ist jedoch die sogenannte Attitude-Behaviour Gap: Obwohl Nachhaltigkeit hoch geschätzt wird, spiegelt sich dies nicht immer im Verhalten wider.

Unterschiede bei Alters- und Geschlechtergruppen

Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel als nachhaltige Praxis wurde von jüngeren Befragten (26-35 Jahre) deutlich stärker befürwortet als von Älteren (56-65 Jahre). Frauen nutzen Öffis häufiger als Männer. Zudem bewerteten österreichische Teilnehmer Naturgefahren im Sommer als deutlicher sichtbare Veränderung am Berg, während deutsche Teilnehmer das Winterwetter als stärker verändert wahrnahmen. Ältere Teilnehmer nehmen Landschaftsveränderungen als weniger stark wahr als Jüngere.

Fokus auf Information und Bildung

Univ. Prof. Dr. Mike Peters betont, dass Information der Schlüssel ist, um Verständnis für die Belastungen der Natur zu schaffen und Verhaltensänderungen zu fördern. Besonders Kinder und Jugendliche sowie Personen mit nachhaltiger Absicht, die letztlich aber konventionelle Verkehrsmittel nutzen, bieten demnach großes Potenzial für Veränderung.

„Nutzer:innen und Institutionen müssen sich anpassen, mehr Eigenverantwortung übernehmen und die Natur respektieren. Der Schlüssel liegt in der Information, um Verständnis für die Belastungen zu schaffen und Verhaltensänderungen zu fördern“, sagte Univ. Prof. Dr. Mike Peters.

Konkrete Maßnahmen im AAC-Projekt

Das bis 2026 laufende Projekt entwickelt verschiedene Angebote für einen nachhaltigen, digital-gestützten Outdoorsport. Dazu zählen sechs Pilotcamps für die Disziplinen Snow, Bike und Climb sowie zwei grenzüberschreitende Veranstaltungen. Außerdem werden Bergführer:innen in „Train-the-Trainer“-Workshops qualifiziert. Eine neu gestartete digitale Plattform unterstützt die Outdoor-Community, Tourismusverbände und Regionalmanagements bei der Förderung nachhaltiger Praktiken.

Weitere Details zum Projekt finden sich auf der offiziellen Website der AAC Alpine Awareness Camps.

Ausblick auf nachhaltigen Outdoorsport in den Alpen

Das AAC-Projekt sieht vor, sein Angebot bis August 2026 weiter auszubauen und den nachhaltigen Outdoorsport durch Wissenstransfer und digitale Tools dauerhaft zu fördern. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen nachhaltiger outdoorsport studie bieten wertvolle Einblicke, die als Grundlage für zukünftige Maßnahmen in der alpinen Tourismus- und Sportbranche dienen.

Mehr Informationen zur nachhaltigen Entwicklung im Tourismus und Outdoorsport gibt es auch bei regionalupdate.de.

Für belastbare Fakten und weiterführende Erkenntnisse empfiehlt sich zudem ein Blick auf die Univ. Innsbruck-Seite zum Thema Nachhaltigkeit.

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