Münster. Der erste Castortransport von Jülich nach Ahaus am Dienstagabend (24. März) verlief ohne bedeutende Zwischenfälle. Der Castortransport Jülich Ahaus wurde von der Polizei umfassend begleitet und erreichte gegen 2 Uhr das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus.
Sicherer Castortransport Nacht
Die Polizei Münster hatte im Vorfeld fünf Versammlungen im Zusammenhang mit dem Transport registriert. In Jülich beteiligten sich 27 Personen an einer Demonstration, in Ahaus fanden zwei Kundgebungen mit rund 380 Teilnehmenden statt, außerdem gab es eine kleinere Versammlung in Duisburg mit 15 Teilnehmern. Alle Versammlungen verliefen friedlich und störungsfrei, das Demonstrationsrecht wurde von der Polizei geschützt.
Polizeieinsatz und Verkehrsführung
Der Transport selbst wurde von einem umfassenden Polizeikontingent begleitet, das den Konvoi sicherte. Aufgrund der Nachtzeit und gezielter Maßnahmen konnten die durch den Transport bedingten Verkehrsbehinderungen auf ein Minimum reduziert werden. Die Polizei erhielt Lob für ihr strukturiertes Vorgehen bei dem Einsatz.
„Ich danke den Einsatzkräften für ihr professionelles Handeln. Mein Dank gilt auch den friedlich Demonstrierenden, deren Versammlungen wir geschützt haben“, sagte Münsters Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf.
Ablauf des Transports und Ziel
Der Transport begann am späten Dienstagabend um 22 Uhr in Jülich. Nach etwa vier Stunden erreichte der Konvoi das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus, wo die Castor-Behälter sicher eingelagert wurden. Es gab keine besonderen Vorkommnisse während der Fahrt, die Polizei bewertete den Einsatz als erfolgreich und sieht darin ein positives Zeichen für die weitere Begleitung solcher Transporte.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung des Castortransports für die Region
Der Castortransport von Jülich nach Ahaus ist Teil der zentralen Zwischenlagerung von radioaktiven Brennelementen in Nordrhein-Westfalen. Für die Menschen in der Region bedeutet dies, dass die sichere Handhabung und Lagerung von Atommüll auch weiterhin von hoher Priorität ist. Die Polizei hat gezeigt, dass sie für die Sicherheit bei solchen Transfers sorgt und zudem das Recht auf friedliche Demonstrationen wahrt.
Bürgerinnen und Bürger sollten weiterhin mit temporären Verkehrsbehinderungen bei künftigen Transporten rechnen. Die Polizei plant, auch kommende Transportfahrten mit einem ähnlichen Sicherheits- und Einsatzkonzept zu begleiten. Weitere Informationen zum Thema Atomtransporte bietet das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit BfE.
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