Protest vor Geflügelschlachthof in Brandenburg wegen Tierquälerei

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Seddiner See. Rund 60 Tierschützer protestierten am 29. März 2026 vor dem Geflügelschlachthof „Dithmarscher Geflügel“ in Brandenburg. Die Aktion richtet sich gegen dokumentierte Missstände im Betrieb, die von den Organisationen Animal Rights Watch e.V. und ANINOVA e.V. aufgedeckt wurden, und fordert die Schließung des Schlachthofs. Die Fokus-Keyphrase lautet Protest Geflügelschlachthof Brandenburg.

Tierschutz fordert Reaktion bei Protest Geflügelschlachthof Brandenburg

Die Protestaktion vor dem Geflügelschlachthof in Seddiner See vereinte etwa 50 Aktivisten beider Organisationen. Sie zeigten Transparente mit der Forderung „Schlachthäuser schließen!“. Grund für den Protest sind Aufnahmen, die brutale Behandlung von Enten und Gänsen im Schlachthof dokumentieren. Laut den veröffentlichten Bildern werden Tiere geschlagen, gewürgt und an Kopf und Hals grob behandelt. Mehrere Supermarktketten – darunter EDEKA, Kaufland und REWE – hatten daraufhin ihre Zusammenarbeit mit dem Betrieb vorübergehend ausgesetzt.

Dokumentierte Missstände in Zulieferbetrieb

Animal Rights Watch e.V. legte weiteres Bildmaterial aus einem Entenmast-Zulieferbetrieb vor, der den Schlachthof beliefert. Die Aufnahmen aus dem Februar 2026 zeigen erneut, wie Enten getreten und geworfen werden. Schon 2023 wurde entsprechendes Material veröffentlicht, das ähnliche Methoden zeigt. Die Tierschützer kritisieren, dass trotz Anzeigen keine Konsequenzen seitens der Behörden erfolgten und der Betrieb weiterhin operieren durfte.

„Diese Vorfälle in dem Betrieb sind kein Einzelfall, sondern zeigen eine systematische Wiederholung. Trotz unserer Anzeige haben die Behörden nach den gemeldeten Vorfällen nicht reagiert. Der Betrieb durfte weitermachen, und die Tiere wurden – wie sich jetzt zeigt – weiter misshandelt. Wie viele Beweise braucht es noch, bis die Behörden einschreiten? Es zeigt sich wieder einmal, dass die Veterinärämter wegschauen, wenn Menschen Tiere quälen,“ sagte Anna Schubert von Animal Rights Watch e.V.

Die Organisationen fordern deshalb die dauerhafte Beendigung der Handelsbeziehungen durch den Einzelhandel sowie die Schließung des Schlachthofs und des Zulieferbetriebs. Zugleich soll die Protestaktion eine gesellschaftliche Debatte über die generelle Nutzung von Tieren als Wirtschaftsgut anstoßen. Sie betonen, dass eine vegane Lebensweise aus ihrer Sicht die wirksamste Möglichkeit bietet, Tierleid zu vermeiden.

Weitere Informationen zu den Organisationen finden sich auf den Webseiten von Animal Rights Watch e.V. und ANINOVA e.V.. Für eine sachliche Einordnung der Tierschutzgesetzgebung bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine offizielle Informationsquelle.

Weitere Schritte im Tierschutz nach Protest Geflügelschlachthof Brandenburg

Die beteiligten Organisationen planen, ihre Aufklärungsarbeit fortzusetzen und fordern die Öffentlichkeit sowie den Handel zu einem nachhaltigen Umdenken auf. Ein dauerhafter Ausschluss des Schlachthofs aus den Lieferketten und ein einheitliches behördliches Eingreifen werden als notwendig angesehen. Termine für weitere Aktionen sind derzeit nicht öffentlich bekannt.

Weiterführende Informationen und Berichte zu ähnlichen Themen aus der Region finden Interessierte auf regionalupdate.de.

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