Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) äußert scharfe Kritik an den Vorschlägen der Bundesregierung zur EU-Entwaldungsverordnung. Diese drohen, zentrale Kontrollmechanismen zu schwächen und die Verordnung somit zu entwerten.
Kritik an den Regierungsplänen
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die von der Bundesregierung übermittelten Vorschläge zur EU-Entwaldungsverordnung heftig kritisiert. Die Uhth يرى die Vorschläge als gefährliche Schritte hin zu einer Schwächung der zentralen Kontrollmechanismen, die für die Durchsetzung der Verordnung unerlässlich sind. Besonders die geforderten Sammelmeldungen für Land- und Forstbetriebe sowie die Reduzierung von Nachweispflichten bei Importen aus Niedrigrisikoländern erregten den Unmut der Umweltschützer.
Nachweise und Kontrollen unter Druck
Besonders besorgniserregend ist die Forderung der Bundesregierung nach reduzierten Anforderungen an Legalität und Rechtmäßigkeit bei der Überprüfung von Importen. „Wenn wir die Nachweise für Importe aus Niedrigrisikoländern reduzieren, schaffen wir neue Lücken für illegales Holz und entwaldungsbelastete Rohstoffe wie Soja oder Leder“, erklärt Svane Bender, Leiterin Naturschutz und Biologische Vielfalt der DUH. Diese Einschnitte können weitreichende Folgen für den Umweltschutz in Europa haben, warnt Bender. Ihre Bedenken werden durch aktuelle Auswertungen der Initiative Trase untermauert, die zeigen, dass die EU nach wie vor eine signifikante Entwaldungsbilanz durch Agrarimporte aufweist.
Der Weg zu konsequenten Kontrollen
Die DUH fordert die Bundesregierung auf, sich klar gegen die geplante Verwässerung der Gesetzgebung positionieren und die EU-Entwaldungsverordnung vor Angriffen, beispielsweise durch die Lederlobby, zu schützen. „Wir brauchen jetzt klare Anforderungen und konsequente Kontrollen, um den Herausforderungen des Klimawandels und der Biodiversitätskrise zu begegnen“, betont Bender. Die EU-Kommission steht nun im April vor der entscheidenden Aufgabe, über den weiteren Kurs der Verordnung zu entscheiden und hat die Möglichkeit, sowohl den Umweltschutz zu stärken als auch illegale Praktiken effektiv zu unterbinden.

