Ann Christin Böhm, Norbert Damberg Stadtarchiv (c) Stadt Coesfeld

Neuer Wind im Stadtarchiv: Ann Christin Böhm übernimmt die Leitung in Coesfeld

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Digitale Realität

In Coesfeld steht ein bedeutender personeller Wechsel an einem Ort bevor, der wie kaum ein anderer das Gedächtnis der Stadt hütet. Zum 1. April 2026 übernimmt Ann Christin Böhm die Position der Stadtarchivarin. Sie tritt damit in große Fußstapfen: Ihr Vorgänger Norbert Damberg prägte über drei Jahrzehnte lang die Archivarbeit an der Walkenbrückenstraße und verabschiedet sich nun in den wohlverdienten Ruhestand. Mit Ann Christin Böhm gewinnt die Stadt eine erfahrene Fachkraft, die moderne Archivierung mit einer tiefen Leidenschaft für die Geschichte verbindet.

Eine Expertin für das schriftliche Erbe der Stadt

Die neue Leiterin des Stadtarchivs bringt eine fundierte akademische und praktische Ausbildung mit nach Coesfeld. Ann Christin Böhm schloss ihr Studium an der Ruhr-Universität Bochum im Jahr 2008 erfolgreich ab. Ihre Schwerpunkte lagen dabei auf der Humangeographie sowie der Sozial-, Wirtschafts- und Technikgeschichte – eine interdisziplinäre Basis, die ideal für die vielfältigen Anforderungen eines modernen Stadtarchivs ist.

Zuletzt stellte sie ihre Kompetenz in Ennepetal unter Beweis, wo sie seit 2020 das dortige Stadtarchiv leitete. In Coesfeld übernimmt die 53-Jährige nun die Verantwortung für ein Haus, das weit mehr ist als nur eine Sammlung alter Dokumente. Das Stadtarchiv sichert das schriftliche Erbe der Stadt vom 12. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Es ist ein zentraler Identitätsort, der dauerhaft und für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich bleibt. Böhm wird künftig dafür Sorge tragen, dass diese Brücke zwischen den Jahrhunderten stabil bleibt und auch für künftige Generationen begehbar ist.

Das Stadtarchiv: Ein lebendiger Ort der Bildung und Erinnerung

Unter der neuen Leitung wird das Stadtarchiv seine Rolle als aktiver Akteur im kulturellen Leben Coesfelds weiter ausbauen. Die Aufgaben gehen weit über das bloße Verwalten von Beständen hinaus. Das Archiv versteht sich als Bildungsstandort, der Geschichte greifbar macht. Dies geschieht durch:

  • Veranstaltungsmanagement: Organisation von Gedenkfeiern und historischen Vorträgen.
  • Pädagogische Arbeit: Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien für Schulen und Durchführung von Bildungsveranstaltungen.
  • Digitalisierung: Die Bestände sind über das Portal „archive.nrw“ bereits online einsehbar, was eine moderne Recherche ermöglicht.

Ann Christin Böhm tritt ihr Amt zu einem Zeitpunkt an, in dem die Digitalisierung von Archiven eine immer größere Rolle spielt, ohne dabei den Wert des physischen Originals zu schmälern. Ihr Vorgänger Norbert Damberg hat in seinen 34 Dienstjahren das Archiv durch turbulente Zeiten geführt und es zu einem professionellen Anlaufpunkt für Historiker, Heimatforscher und interessierte Laien gemacht. Die Stadt Coesfeld dankt ihm für seine langjährige Treue und den unermüdlichen Einsatz für die Stadtgeschichte.

Für Ann Christin Böhm beginnt nun die Phase der Einarbeitung in die spezifischen Coesfelder Bestände. Das Ziel bleibt klar: Der Identität der Stadt eine Heimat zu bieten und die Geschichte für jede und jeden erlebbar zu machen. Wer sich einen Überblick über die Schätze des Archivs verschaffen möchte, findet umfangreiche Informationen online oder direkt vor Ort an der Walkenbrückenstraße.

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