Vom 20. bis 24. April stellt das Fraunhofer LBF auf der HANNOVER MESSE aktuelle Entwicklungen zur Zuverlässigkeit von Wasserstoffsystemen vor. Der ganzheitliche Ansatz umfasst Materialien, Komponenten und gesamte Systeme der Wasserstoffwirtschaft.
Ganzheitliche Ansätze zur Systemzuverlässigkeit
Forschende des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF beleuchten die Herausforderungen der Wasserstoffwirtschaft. Ihre Tests und Simulationen schaffen ein realitätsnahes Abbild der geforderten Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Materialien und Systemen. Besonders in Wasserstoffanwendungen wie Brennstoffzellenfahrzeugen, Elektrolyseuren und Speichersystemen müssen die Systeme komplexen mechanischen, thermischen und elektrischen Belastungen standhalten.
Multiphysikalische Testmethoden für Brennstoffzellensysteme
Im Fokus des Fraunhofer LBF stehen innovative Test- und Simulationsmethoden, die es ermöglichen, die Wechselwirkungen mechanischer und elektrischer Belastungen zu verstehen. In speziell entwickelten Testumgebungen werden detaillierte Untersuchungen von Einzelzellen und Gesamtanwendungen durchgeführt. Dies trägt dazu bei, kritische Fehlerquellen zu identifizieren und die Entwicklung effizienterer Systeme voranzutreiben.
Schutz durch innovative Materialien
Ein weiterer innovativer Ansatz sind funktionale Beschichtungen, die die Wasserstoffbeständigkeit von Materialien deutlich verbessern sollen. Das Fraunhofer LBF untersucht die Wirksamkeit von Barriere-Beschichtungen unter realitätsnahen Bedingungen, mit dem Ziel, die Lebensdauer von Bauteilen zu verlängern. Diese Entwicklungen eröffnen neue Möglichkeiten für die Herstellung kosteneffizienter und sicherer Wasserstoffsysteme. Das Fraunhofer LBF unterstützt Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Materialentwicklung bis zur Systemintegration – und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Etablierung der Wasserstofftechnologie in der Industrie.
