Das HES Wilhelmshaven Tank Terminal führt seit April 2026 umfangreiche Wartungsarbeiten an seiner LSFO-Anlage durch. Die Investition im niedrigen zweistelligen Millionenbereich soll die Kapazitäten für den schwefelarmen Schiffskraftstoff erhöhen und die Bedeutung Wilhelmshavens als Energieknotenpunkt festigen.
Wartung und Modernisierung der LSFO-Anlage
Die Instandhaltungsarbeiten am HES Wilhelmshaven Tank Terminal (HWTT) zielen darauf ab, die Verarbeitungs-, Lager- und Umschlagkapazitäten für Low Sulphur Fuel Oil (LSFO) zu optimieren. Die Maßnahmen haben einen Umfang von mehreren Millionen Euro und sollen in sechs Wochen abgeschlossen sein. Das HWTT wird voraussichtlich Mitte Mai wieder in Betrieb genommen.
„Mit dieser Revision investieren wir in die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts in Deutschland“, sagt Coen Janssen, Managing Director des HES Wilhelmshaven Tank Terminal. „Wilhelmshaven bleibt ein bedeutendes Drehkreuz für die Energieversorgung in Mitteleuropa.“ Diese Investition sichert nicht nur die Arbeitsplätze vor Ort, sondern unterstützt auch die Stabilität der Wertschöpfung in der Region.

Regionale Wirtschaft profitiert
Für die Durchführung der Wartungsarbeiten hat das HES Wilhelmshaven Tank Terminal zahlreiche lokale Fachunternehmen engagiert. In den spitzen Zeiten der Arbeiten, die für die Kalenderwochen 15 bis 20 geplant sind, werden bis zu 300 Fachkräfte gleichzeitig auf dem Gelände tätig sein. Diese Maßnahme trägt nicht nur zur Verbesserung der Infrastruktur bei, sondern stimuliert auch die lokale Wirtschaft.
Technischer Manager Fabian Kolbe hebt hervor, dass die Sicherheitsvorkehrungen durch Drucktests, die zeitweise vorgezogen werden, die Auflagen der Behörden übertreffen. Am 3. Mai 2026 ist eine Druckprobe geplant, die den erfolgreichen Abschluss der Maßnahmen bestätigen soll. „Die damit verbundene Geräuschentwicklung wird von uns im Vorfeld kommuniziert, um Anwohner zu informieren“, so Kolbe.
Wichtige Rolle für die Energiewende
Das HES Wilhelmshaven Tank Terminal ist nicht nur Deutschlands größtes unabhängiges Flüssigmassengut-Terminal, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle bei der Energiewende. Die modernisierte LSFO-Anlage ermöglicht die Produktion eines umweltfreundlicheren Kraftstoffs und unterstützt die Lagerung von nachhaltigen Energieträgern wie Wasserstoff und CO2. Mit einer Kapazität von 1,3 Millionen Kubikmetern und optimaler Anbindung an europäische Verkehrslinien ist das Terminal gut gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft.
