Osteopathie: Finanzkommission fordert klare Regelungen

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Die Osteopathie-Allianz warnt vor einem wachsenden Druck auf das Gesundheitssystem, da osteopathische Leistungen ohne klare gesetzliche Regelungen kaum Bestand haben werden. Einheitliche Ausbildungsstandards könnten helfen, die Qualität dieser Angebote abzusichern.

Osteopathie im Reformdruck

Die Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit setzen das Gesundheitssystem unter Druck. Im Vordergrund stehen Wirtschaftlichkeit und Evidenz, wobei insbesondere Angebote ohne gesetzliche Basis in der Kritik stehen. Die Osteopathie-Allianz, die sich aus den führenden Verbänden VOD und BVO formiert hat, fordert daher dringend ein Berufsgesetz für die Osteopathie.

Chancen durch gesetzliche Regelung

„Leistungen ohne klare Struktur haben in Zukunft kaum Bestand“, erklären die Vorsitzenden Prof. Marina Fuhrmann und Christine Berek. Aktuell wird Osteopathie von Krankenkassen überwiegend als freiwillige Zusatzleistung erstattet, was sie besonders anfällig für Sparmaßnahmen macht. Die Allianz sieht in der Diskussion um Effizienz und Evidenz jedoch auch eine Chance, die es ermögliche, Leistungen vergleichbar und bewertbar zu machen. Ein Berufsgesetz würde die notwendigen Standards schaffen.

Aufruf zur politischen Verantwortung

Die Osteopathie-Allianz appelliert an die Politik, die Reformpläne zu nutzen, um die strukturellen Lücken zu schließen. „Komplementäre Verfahren müssen sinnvoll in das Gesundheitssystem integriert werden, statt an den Rand gedrängt zu werden“, so die Aufforderung der Verbände. In Zeiten zunehmender Herausforderungen im Gesundheitssystem ist es entscheidend, Qualitätssicherung sowohl für Patientenschutz als auch für Verbraucherschutz zu gewährleisten.

Ein einheitliches Berufsgesetz für Osteopathen würde nicht nur die Ausbildung und Ausübung klar regeln, sondern auch für Transparenz bei der Qualifikation der Behandler sorgen und einer Professionalisierung des Berufes Vorschub leisten. „Wir fordern eine hochqualifizierte Ausbildung, die den Bedarf an professionellen Osteopathen deckt“, fügen Fuhrmann und Berek hinzu und setzen darauf, dass die Bundesregierung die gesetzliche Regelung wie im Koalitionsvertrag vereinbart umsetzt.

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