Laut einer aktuellen Studie von BearingPoint zeigt sich ein klarer Trend zu digitalen Zahlungsmethoden in Europa. Insbesondere kontaktlose Zahlungen und Mobile Payments gewinnen bei jüngeren Generationen an Bedeutung.
Dominanz der kontaktlosen Zahlungen
Die neuesten Ergebnisse der europäischen Zahlungsverkehrsstudie der Management- und Technologieberatung BearingPoint belegen, dass kontaktlose Kartenzahlungen die beliebteste Zahlungsmethode in Europa sind. Der Nutzungstrend ist dabei in den meisten europäischen Ländern eindeutig: Im Schnitt liegt der Anteil kontaktloser Zahlungen bei 71 %, während Bargeld nur auf 51 % kommt. Finnland führt die Liste mit 84 % Nutzern an, gefolgt von den Niederlanden und Dänemark mit jeweils 74 %.
Junge Generation bevorzugt Mobile Payment
Besonders in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen zeigt sich ein wachsendes Interesse an Mobile Payments. 40 % dieser Gruppe beabsichtigt, diese Zahlungsmethode in den nächsten zwei Jahren vermehrt zu nutzen. Auch die Altersgruppe 25 bis 34 Jahre hat mit 41 % die höchste Bereitschaft dazu. Im Gegensatz dazu zeigen ältere Generationen, diese Zahlungsmethode seltener zu verwenden.
Echtzeitüberweisungen auf dem Vormarsch
Die Studie bestätigt die bereits geäußerte Erwartung, dass jeder Zweite in Euro-Ländern regelmäßig oder gelegentlich die Echtzeitüberweisung nutzt. Irland (63 %) und Frankreich (69 %) führen die Nutzung von Instant Payments an. Diese Zahlungsmethode hat sich schnell etabliert und wird von vielen als zeitgemäße Alternative zu herkömmlichen Überweisungen angesehen.
Effektive Empfängerprüfung wird positiv bewertet
Die im Oktober 2025 eingeführte Empfängerprüfung erhält positive Rückmeldungen von den Konsumenten. Fast 50 % der Befragten in den Euro-Ländern sehen diese Funktion als nützlich an. In Deutschland und Österreich sind es jeweils über 50 %, die diese zusätzliche Sicherheit zu schätzen wissen.
Wero als europaweiter Zahlungsdienst im Gespräch
Während nationale mobile Bezahldienste weiterhin dominieren, wird die Zahlungslösung Wero unter den Befragten in Europa zunehmend wahrgenommen. Insbesondere in Frankreich zeigt Wero eine hohe Akzeptanz mit 19 % der Zahlungen zwischen Privatpersonen, was den Trend zu grenzüberschreitenden Zahlungsalternativen unterstreicht.
„Die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs schreitet unaufhaltsam voran,“ kommentiert Christian Bruck, Partner bei BearingPoint. „Der Wunsch nach einer europäischen Alternative zu bestehenden Lösungen wird immer lauter.“ Die Forscher betonen, dass eine erfolgreiche Integration neuer Technologien und Regelungen auch zu einer höheren Akzeptanz seitens der Verbraucher führt. Die Studie zeigt deutlich, dass der Zahlungsverkehr der Zukunft hybriden Charakter haben wird.
